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Land verpasst Gelegenheit, Beitrag zum Schutz natürlicher Lebensgrundlagen zu leisten

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Erstellt: 14.11.2017 / 14:06 von NABU

Zur morgigen Verabschiedung der Novelle des Landeswassergesetzes im Land Brandenburg erklärt Friedhelm Schmitz-Jersch, Landesvorsitzender NABU Brandenburg: „Leider werden im neuen Landeswassergesetz keine Gewässerschutzstreifen gesetzlich festlegt, in denen die Ausbringung von Pestiziden und Düngemitteln verboten ist.

Andere Bundesländer sind da schon weiter. Sachsen und Baden-Württemberg etwa haben bereits 10 Meter breite Gewässerschutzstreifen in ihren Wassergesetzen festgeschrieben.

Die Untersuchungen zum dramatischen Insektenschwund um fast 80 Prozent in den letzten 20 Jahren belegen die Notwendigkeit, den Einsatz von Pestiziden zu beschränken. Gewässerschutzstreifen leisten einen besonders wirkungsvollen Beitrag, weil der Eintrag von Pestiziden in die Gewässer und damit die Schädigung der Insektenlarven deutlich eingeschränkt wird. Dem gegenüber enthält der Gesetzentwurf nur eine für die Praxis wirkungslose Regelung, dass in Verhandlungen mit Pächtern oder Eigentümern für einzelne Gewässerabschnitte freiwillige Vereinbarungen erreicht werden sollen. Erst wenn diese Verhandlungen mit einer Vielzahl von Einzelpersonen nicht zum Erfolg führen, kann unter weiteren einschränkenden Vorgaben eine Rechtsverordnung für einzelne Gewässerabschnitte erlassen werden.

Der dramatische Insektenschwund ist ein Weckruf für mehr Umwelt- und Naturschutz in Brandenburg. Wieder einmal verpasst das Land eine Gelegenheit, einen Beitrag zum Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen zu leisten.“

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Bilder


  • Foto: NABU/Marion Ebersbach


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