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Leben ist Glühn

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Sonstiges

Erstellt: 07.12.2017 / 08:49 von at

Das Potsdam Museum zeigt ab Sonntag erstmalig eine umfassende Werkschau des spätexpressionistischen Künstlers Fritz Ascher (1893-1970). In der Ausstellung mit dem Namen „Leben ist Glühn. Der deutsche Expressionist Fritz Ascher“ werden Gemälde, Papierarbeiten und Gedichte gezeigt.

Zur Person
Fritz Hermann Ascher wurde am 17. Oktober 1893 in Berlin geboren und verbrachte den Großteil seines Lebens dort. Sein künstlerisches Talent zeigte sich früh. Die erfolgreiche Tätigkeit seines Vaters ermöglichte dem ältesten Sohn eine Ausbildung an der Kunstakademie. Mit der Machtübernahme Adolf Hitlers veränderte sich Aschers Leben dramatisch – bereits 1933 wurde er der NSDAP als politisch verdächtig gemeldet und erhielt als jüdischer und „entarteter“ Künstler Berufsverbot. Ascher wechselte in Berlin und Potsdam mehrfach aus Angst vor Repressalien seine Aufenthaltsorte. Er versteckte sich ab 1934 zunächst in Steinstücken und später in Neubabelsberg in Pensionen und Privatunterkünften.

Im November 1938 wurde Ascher in einer Babelsberger Pension durch die Potsdamer Staatspolizei gefangen genommen und an das KZ Sachsenhausen überstellt. Auf Betreiben seines Freundes Gerhard Graßmann wurde er Ende des Jahres entlassen, ab dem 2. Januar 1939 folgte eine erneute Internierung im Potsdamer Polizeigefängnis bis zu seiner Entlassung unter Auflagen. Der im Mai 1942 drohenden Deportation entging Ascher durch Vorwarnung eines Polizeibeamten sowie durch seine Flucht in die Wohnung von Martha Graßmann, Mutter seines verstorbenen Freundes, in Berlin-Grunewald. Hier erlebte er in der Illegalität das Kriegsende. Noch in den letzten Kriegstagen, am 25. April 1945, zerstörte ein Bombenangriff zahlreiche Gemälde Aschers, die er bei Freunden untergebracht hatte.

Ein umfangreiches Programm begleitet die Ausstellung, zu deren Anlass ein wissenschaftlicher 292 Seiten umfassender Katalog erschienen ist.

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Bilder


  • Ausstellung „Leben ist Glühn“. Foto Susanne Städler

  • 3_Fritz Ascher, Bajazzo, ca. 1916, Privatsammlung © Bianca Stock, München, Foto: Malcolm Varon


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