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Wissenschaft trifft Biosphäre / Kooperationen geplant

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 25.05.2022 / 07:44 Uhr von at/pm
In der Biosphäre trafen sich gestern Vertreter hiesiger wissenschaftlicher Einrichtungen, um im Vorfeld der Grundsatzentscheidung über den Weiterbetrieb der Tropenhalle über mögliche Kooperationen zwischen den Instituten zu sprechen. Zudem stellte sich der neue Geschäftsführer der Biosphäre Potsdam, Sebastian Leifgen, den Wissenschaftlern vor. 

Aus der Forschungslandschaft waren bspw. das Geoforschungszentrums Potsdam (GFZ), die Uni Potsdam, der Vereins proWissen Potsdam, das Instituts für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS), das Alfred-Wegener-Instituts und das Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) anwesend. 

Gemeinsam mit dem Beigeordneten Bernd Rubelt und ProPotsdam-Geschäftsführer Bert Nicke stellte Oberbürgermeister Mike Schubert den Gästen das Nachnutzungskonzept Biosphäre 2.0 vor, das unter dem Namen NaturCampus den Weiterbetrieb der Tropenwelt in Verbindung mit dem Volkspark Potsdam vorsieht und über das die Stadtverordneten in ihrer Versammlung am 1. Juni abstimmen werden. Geplant sind sowohl bauliche als auch gesellschaftliche Umstrukturierungen, eine Planungs- und Vorbereitungsphase von Juni 2023 bis Juli 2025 sowie eine daran anschließende Umbauphase bis Oktober 2027. 

Schon jetzt möchte die Biosphäre Potsdamer Wissenschaftsinstitute ins Boot holen: „Wir wollen langfristig mit den Forschungsinstituten zusammenarbeiten, Schnittmengen finden und gemeinsam mit ihnen die Biosphäre Potsdam für den Wissenstransfer nutzen“, erklärte Sebastian Leifgen. Will heißen: Die Einrichtungen sollen aktuelle Forschungsergebnisse in der Tropenhalle präsentieren und an die Besucher vermitteln. Dabei soll immer klar zu erkennen sein, von wem die Erkenntnisse kommen. Zugleich sollen die Potsdamer auf die anstehenden Veränderungen in der Biosphäre Potsdam vorbereitet werden. Bei den Vertreter aus der Forschung kam diese Idee gut an – so sei es möglich, neben der wissenschaftlichen Innovationskraft in der Landeshauptstadt auch eine Innovationskraft in der Wissensvermittlung zu erreichen. Wichtig dabei sei zudem die der Zusammenarbeit, also nur solche Inhalte zu vermitteln, die die Potsdamer Forscher selbst erarbeitet haben. Durch die Kooperation würde man Menschen erreichen, die die Institute auf den herkömmlichen Wegen nicht erreichen. Einig waren sich die Versammelten, dass es für die Kooperation eines Alleinstellungsmerkmals bedarf, das sich nicht etwa in Berlin schon in ähnlicher Form findet. Wie das aussehen kann, soll in Zukunft gemeinsam erarbeitet werden. 

Für August haben die Teilnehmenden des Austauschs eine erneute Zusammenkunft avisiert. Dann sollen auch noch weitere Potsdamer Institute eingeladen werden. „Ich gehe mit einem guten Gefühl aus diesem Treffen“, sagte Biosphäre-Chef Sebastian Leifgen im Anschluss. „Ich freue mich, dass wir auch für unseren nächsten Termin im August schon konkrete Verabredungen treffen konnten.“ Dann wollen sowohl die Wissenschaftler als auch das Team der Biosphäre Potsdam zusammentragen, was sie jeweils kurzfristig für die Kooperation beisteuern können. 

Mit rund 180.000 Gästen jährlich, davon mehr als zwei Drittel aus der Landeshauptstadt und dem Umland, ist die Biosphäre Potsdam auf Platz vier der meistbesuchten Orte in Potsdam nach dem Park Sanssouci, dem Museum Barberini und dem Filmpark Potsdam. Damit ist die Tropenhalle ein perfekter Ort, um als Multiplikator und Schaufenster die Arbeit der hier ansässigen Forschungsinstitute an alle Zielgruppen zu vermitteln.

Bilder

Biosphäre-Geschäftsführer Sebastian Leifgen, Oberbürgermeister Mike Schubert, ProPotsdam-Geschäftsführer Bert Nicke. Foto: Anja Sadowski
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