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Nahrungsmittelpreise auf Rekordhoch

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 30.06.2022 / 07:48 Uhr von at/pm
Die Verbraucherpreise sind im Juni wieder gestiegen. Sie erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahresmonat in Berlin um 8,6 Prozent, in Brandenburg um 8,0 Prozent, teilt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit. Gegenüber Mai stiegen die Preise in Berlin um 0,4 Prozent, in Brandenburg waren sie unverändert. Preistreiber waren weiterhin außerordentlich stark steigende Preise für Energie und überdurchschnittlich steigende Nahrungsmittelpreise. Aber auch ohne Energie und Nahrungsmittel lag die Teuerung mit 3,8 Prozent in Berlin und 3,5 Prozent in Brandenburg weit über der Teuerung der letzten Jahre.

Energiepreise steigen weiter
Die Energiepreise stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat in Berlin um 44,3 Prozent und in Brandenburg um 43,6 Prozent. Es sind vor allem die Preise für Heizöl, die mit Steigerungen um 112,4 Prozent in Berlin und 111,6 Prozent in Brandenburg auf die Energiepreise wirken. Strom und Gas verteuerten sich ebenfalls. Die Absenkung der EEG-Umlage bei Kraftstoffen war geringfügig spürbar.

Nahrungsmittel teuer wie nie zuvor 
Die Nahrungsmittelpreise stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat in Berlin um 14,7 Prozent und in Brandenburg um 14,4 Prozent. Solch hohe Preissteigerungen hat es in den letzten Jahrzehnten nicht gegeben. Hier wirken die Teuerungen bei den Erzeugerpreisen landwirtschaftlicher Produkte. Sowohl pflanzliche als auch tierische Produkte haben sich gegenüber dem Vorjahr stark verteuert. Hohe Preissteigerungen wurden insbesondere beobachtet bei:

Mehl u. a. Getreideerzeugnisse in Berlin +46,5 Prozent, in Brandenburg +44,1 Prozent, darunter Weizenmehl in Berlin +70,5 Prozent, in Brandenburg +55,8 Prozent

Fleisch und Fleischwaren in Berlin +21,5 Prozent, in Brandenburg +21,2 Prozent, hier insbesondere Produkte aus Rinder- und Schweinefleisch

Sonnenblumen-, Rapsöl oder Ähnliches in Berlin +154,5 Prozent, in Brandenburg +76,3 Prozent

Butter in Berlin +42,9 Prozent, in Brandenburg +48,3 Prozent

Eier in Berlin +26,0 Prozent, in Brandenburg +31,5 Prozent

Tomaten und Gurken in Berlin +12,3 Prozent bzw. +20,7 Prozent, in Brandenburg +25,6 Prozent bzw. +24,8 Prozent 

Kartoffeln: Berlin +23,4 Prozent, Brandenburg + 16,7 Prozent 

Überdurchschnittliche Teuerungen gegenüber dem Vorjahresmonat wurden in Berlin wiederum bei Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen beobachtet. In Berlin nahmen die Preise um 12,6 Prozent zu, während sie in Brandenburg mit einem Plus von 7,8 Prozent leicht unterdurchschnittlich stiegen.

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