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Wenn der Bürger nicht spart: Frankreich plant Stromabschaltungen

Sonstiges
  • Erstellt: 03.12.2022 / 10:41 Uhr von at
Für den Fall eines Blackouts bereitet Nachbarland Frankreich seine Kommunen mit einem mehrstufigen Plan auf kontrollierte Abschaltungen vor. „Wir tun alles, um Abschaltungen zu verhindern“, sagte Premierministerin Elisabeth Born, betonte aber, dass es in den Händen der Konsumenten läge. "Wenn alle ihren Stromverbrauch reduzieren würden, käme Frankreich vielleicht ohne Abschaltungen durch den Winter.", zitiert die Welt. Die geplanten Zeiten für diese Abschaltungen sind zum Teil prekär.

So gibt es in Frankreich in den Abendnachrichten seit Anfang Oktober nach dem klassischen Wetterbericht einen sogenannten Strom-Wetterbericht. Der hält die Menschen über die Auslastung des Stromnetzes auf dem Laufenden. In Frankreich sind von den möglichen 56 Reaktoren zur Zeit nur 21 am Netz. Und so fürchtet man sich vor einem kalten Winter und ausbleibenden Strom-Lieferungen aus Deutschland.

Diesen Strom-Wetterbericht findet man auch auf [https://www.monecowatt.fr/]. Ist alles grün, ist alles ok, bei Orange ist das Stromnetz belastet, bei Rot drohen Stromabschaltungen. „Wir schalten nur ab, wenn es sehr kalt wird, wenn wir ein Problem mit der Interkonnektivität der Netze mit unseren Nachbarn haben und der Verbrauch nicht heruntergeht“, sagte ein Regierungssprecher.

"Sollte es zu Engpässen kommen, wird in einem ersten Schritt die Stromspannung landesweit um fünf Prozent reduziert. Verbraucher würden das kaum wahrnehmen, heißt es, sie würden höchstens bemerken, dass sie etwas länger brauchen, um ihr Handy aufzuladen. In einem zweiten Schritt sind geplante Abschaltungen von höchstens zwei Stunden vorgesehen, niemals mehrere für denselben Haushalt. Sie würden entweder zwischen 8 und 13 Uhr oder abends zwischen 18 und 20 Uhr stattfinden, wenn der Konsum seinen Höhepunkt erreicht." , so Welt.

Die betroffenen Haushalte und Firmen werden darüber auf der Website des Stromnetzbetreibers Enedis erst ab 21 Uhr am Vorabend informiert. Krankenhäuser, Polizei, Feuerwehr, bestimmte Industriestandorte, Ministerien und als sensibel eingestufte Einrichtungen - insgesamt etwa 14.000 Einrichtungen - sollen nicht betroffen sein und auch U-Bahnlinien in Großstädten, um zu verhindern, dass Menschen über zwei Stunden in einem Tunnel festsitzen. Einschränkungen werden aber u.a. bei Ampeln, Straßenbeleuchtung und Mobil- und Festnetze erwartet. Sollte es keinen Strom in Schulen geben, könnte der Unterricht auch stundenweise ausfallen.

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Kommentare

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    Wir sind die Dummen! schrieb um 11:30 Uhr am 03.12.2022:
    Wir haben in Deutschland den teuersten Öko- Strom in Europa!
    Bei der Energiepolitik zeigt sich eines: man halst dem Bürger ständig neue und höhere Kosten auf, von denen er weniger Versorgungssicherheit hat und Strom bezahlen muss, der ins Ausland geliefert wird:

    >>Weil „erneuerbare Energien“ mehr Strom produzieren als benötigt, verschenkt Deutschland immer mehr Energie ans Ausland. Wer das deutsche Stromgeschenk annimmt, bekommt noch Geld dazu.
    Am 01.01.2018 waren es in der Spitze 76 Euro je Megawattstunde. Hauptabnehmer war Frankreich.
    Die „Geschenkaktion“ ist eine unerwünschte Nebenwirkung der Energiewende.
    Der Übertragungsnetzbetreiber „Tennet“ hat darauf hingewiesen, dass 2017 1 Milliarde Euro! für „Noteingriffe zur Netzstabilisierung in Deutschland“ von den Energiekunden gezahlt werden musste.
    2015 lagen die „Eingriffskosten“ bei 710 Millionen Euro und 2016 bei 660 Millionen Euro, die die Energiekunden jeweils zu tragen hatten.<<
    (Handelsblatt vom 3. Januar 2018)