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Naturkundemuseum Potsdam blickt auf vielversprechende Besucherzahlen und Wiedereröffnung des Kaltwasseraquarium

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 16.03.2023 / 08:01 Uhr von Christiane Fuchs
Der Direktor des Naturkundemuseums Potsdam, Dr. Jobst Pfaender, hat am Mittwoch die Pläne des Museums für das Jahr 2023 vorgestellt und einen Rückblick über das vergangene Jahr gegeben. Demnach wurde das Naturkundemuseum Potsdam im Jahr 2022 von insgesamt 20.632 Gästen besucht. Darunter auch fast 3.000 Schüler, die das Museum als außerschulischen Lernort besuchen. „Nach zwei Corona- Jahren merken wir, dass die Museumsbesuche wieder zunehmen, dennoch sind wir nicht wieder auf Vor-Pandemie-Niveau“, resümiert der Museumsdirektor.

2019 kamen, inklusive wissenschaftlich geprägter Besucher, 27.894 Gäste. 2021 sank die Besucherzahl auf unter 10.000. Ziel sei es, in diesem Jahr wieder 25.000 reguläre Besucher zu begrüßen, ohne die Gäste aus der Wissenschaft mitzuzählen.
„Die Monate Januar und Februar starteten vielversprechend mit fast 7.000 Gästen“, so Dr. Jobst Pfaender. Als einziges naturkundlich geprägtes Museum im Land Brandenburg zog die Potsdamer Museumsstätte, die mittlerweile sogar klimazertifiziert ist, auch Gäste jenseits der Stadtgrenzen an. Rund 15 Prozent kamen sogar aus anderen Bundesländern, über 50 Prozent aus Potsdam.
Knapp die Hälfte der Museumsgäste sind Erwachsene. Der Anteil der Kinder bis fünf Jahren liegt bei 19 Prozent, der Anteil der Kinder von sechs bis zwölf Jahren liegt bei 31 Prozent. Das liegt auch an verschiedenen Veranstaltungen, die sowohl Kinder als auch Erwachsene ansprechen. „Neben inzwischen etablierten Formaten wie Taschenlampenführungen, Führungen für Eltern mit Babys, der Grünen Stunde für Erwachsene oder Kunstkursen in Kooperation mit der VHS, wurden auch 134 Kindergeburtstage durchgeführt – ein neuer Rekord“, führt der Museumsdirektor aus.
Ein Highligt 2022 war die Mitmachausstellung „Mensch Biene!“, in der Museumsgäste den Alltag eines Bienenvolkes mit allen Sinnen entdecken konnten. Die seit 20. Oktober 2022 gastierende Sonderausstellung von der Universität Halle zeigt, wie die Schweinezucht der letzten 100 Jahre das Hausschwein verändert hat. Auch hier gibt es interaktive Elemente, insbesondere für Kinder.
Für den Monat Juni wird die Eröffnung des Kaltwasseraquariums angepeilt. Denn dieses musste im November 2020 kurzfristig geschlossen werden. Nunmehr sind die notwendigen Baumaßnahmen abgeschlossen, so dass der erste Raum im Frühsommer eröffnet werden wird, im November folgt der zweite Raum des Aquariums. Dann wird parallel dazu die Fotoausstellung „Geheimnisvolle Unterwasserwelt“ mit Aufnahmen von Mario Merkel im Treppenhaus präsentiert.
Die neu einzusetzenden Glasscheiben des Aquariums wiegen 350 Kilogramm und sind 45 Millimeter dick. Allein das Aushärten des Silikons benötigt rund sechs Wochen. Erst danach können Dekorationen, Technik, Zu- und Ableitungen und letztlich Wasser in die Aquarienbecken eingebracht werden. Auch an ein neues Lichtkonzept ist gedacht. Finanziert wurde dieses Projekt mit Mitteln der Fischereiabgabe.
Den Bestand an Präparaten konnte das Museum im vergangenen Jahr insbesondere durch die Übernahme zweier großer Sammlungen erhöhen. Die jagdlich ausgerichtete Sammlung aus Hohenbocka (Oberspreewald-Lausitz) umfasst knapp 240 Präparate, meist einheimischer Tiere. Beachtlich sind die über 50 Gänse- und Entenvögel und knapp 100 Singvogelpräparate.
Eine weitere große Sammlung wurde vom Städtischen Gymnasiums Riesa (Sachsen) übernommen. Die teils fast 80 Jahre alte Schulsammlung umfasst etwa 150 Objekte, darunter Vogel-Standpräparate, Insektenkästen und Entwicklungsstadien.

Bilder

Museumsdirektor Dr. Jobst Pfaender,
Fisch aus alter Besetzung.
Im 1. Raum des Aquariums.
Die Räume des Aquariums: Dr. Jobst Pfaender erklärt die Fortschritte.
Heimische Singvögel.
Die Großtrappe gilt als fast ausgestorben.
Großtrappen in Familie.
Vom Wildschwein zum Hausschwein.
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