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Beethoven-Reihe im Filmmuseum

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Erstellt: 12.02.2020 / 16:22 von at

Zum 250. Geburtstag des Komponisten Ludwig van Beethoven gibt es dieses Jahr eine Vielzahl an Veranstaltungen, Konzerten und Workshops, die sich mit dem Schaffen dieses eigensinnigen Genies auseinanderzusetzen. Den musikalischen Auftakt zu "Fokus Beethoven!" bildet am Samstag die Rekonstruktion von Beethovens „großer Akademie“ vom 2. April 1800 in Wien – einem Mammutkonzert mit mehr als drei Stunden Musik. Das Konzert sollte ursprünglich im Foyer des Nikolaisaals stattfinden, ist nun aber aufgrund der großen Nachfrage in den Großen Saal verlegt worden. Noch gibt es [Karten]. Im Filmmuseum startet bereits am Freitag eine begleitende Beethoven-Filmreihe ....

... mit Otto Löwensteins 1927 (zum 100. Todestag des Komponisten) entstandener Stummfilmbiografie „Beethoven“ mit Fritz Kortner und Lilian Gray in den Hauptrollen. Wichtige Episoden im Leben des Komponisten, wie z.B. die erwähnte „große musikalische Akademie“ vom 2. April 1800 in Wien, werden dabei beleuchtet. Peer Kleinschmidt begleitet den Film an der Welte-Kinoorgel.

Das komplette Filmmuseum-Programm:

14.02.2020, 19.30 Uhr
Beethoven
R: Hans Otto Löwenstein, D: Fritz Kortner, Lilian Gray, Dely Drexler, A 1927, Stummfilm, 80‘
Einzelne Stationen im Leben Ludwig van Beethovens: Von der Kindheit in Bonn, wo ihn der alte Joseph Haydn beim Orgelspiel belauscht, über seine größten Triumphe als Komponist bis hin zu seinem letzten, äußerst dramatischen Lebensabschnitt, als er taub wurde. Auch Privates wie etwa die enttäuschte Liebe zu seiner Schülerin, der Gräfin Giulietta Guicciardi, wird erzählt. Anlass für die Stummfilmbiografie von 1927 war der anstehende 100. Todestag des Ausnahmekomponisten. Fritz Kortner trat in diesem Film bereits das zweite Mal als Beethoven auf.
An der Welte-Kinoorgel: Peer Kleinschmidt

16.02.2020, 17 Uhr
Beethoven – Tage aus einem Leben
R: Horst Seemann, DDR 1976, D: Donatas Banionis, Stefan Lisewski, Hans Teuscher, Spielfilm, 101‘
Episoden aus Beethovens Wiener Jahren (1813-1819). Mit der begeisterten Aufnahme des sinfonischen Werks „Wellingtons Sieg“ durch das Publikum, steht Beethoven auf der Höhe seines Ruhms. Seine Lebensverhältnisse aber sind eher bescheiden. Zunehmende Taubheit und ständiger Geldmangel bedrücken ihn – hinzu kommt die Bespitzelung wegen seiner demokratischen Gesinnung. Dennoch ist Beethovens Schaffenskraft nicht gebrochen, energisch arbeitet er an seiner „Neunten Sinfonie“. Der großangelegte DEFA-Film von 1976 stilisiert Beethoven zum radikalen Demokraten und fragt nach der Stellung von Künstlern in der Öffentlichkeit. Ein Thema, das sich in der DDR nur wenige Wochen nach der Premiere des Films dramatisch verschärfte, als der Liedermacher Wolf Biermann durch die SED-Spitze ausgebürgert wurde.

23.02.2020, 17 Uhr
In Search of Beethoven
R: Phil Grabsky, GB 2009, Dok., OmU, 145‘
Der Dokumentarfilmer Phil Grabsky begibt sich auf die Spuren Ludwig van Beethovens, indem er bedeutende Interpreten der Gegenwart aufsucht und zu ihrer Sicht auf Beethoven befragt, unter ihnen Claudio Abbado, Riccardo Chailly, Roger Norrington, Frans Brüggen, Hélène Grimaud, Emanuel Ax und Vadim Repin.

28.05.2020, 19.30 Uhr
Ludwig van
R: Mauricio Kagel, BRD 1970, Essayfilm, 91‘
Zum 200. Geburtstag Ludwig van Beethovens entstand im Auftrag des WDR dieses Filmessay, zu dem der Komponist Mauricio Kagel weitere Künstler zu Beethoven-Interpretationen einlud, unter ihnen auch Joseph Beuys, der die Sequenz „Beethovens Küche“ beisteuerte.

17.09.2020, 19.00 Uhr
Ludwig van Beethoven
R: Max Jaap, DDR 1954, Dok., 94‘
Der Dokumentarfilm verbindet alte Stiche und Dokumente mit Aufnahmen von den Wirkungsstätten Beethovens und Aufzeichnungen von Konzerten. Der erste abendfüllende Dokumentarfilm zu Leben und Schaffen des Komponisten wurde in der BRD nicht zugelassen. In der ablehnenden Beurteilung hieß es „In dem Film wird Beethoven zum Vorkämpfer der kommunistischen Revolution gestempelt. Aus diesem Grunde ist der Film für eine gewerbliche Auswertung nicht geeignet, zumal Beethoven eine Persönlichkeit von nationaler Bedeutung ist, mit dem das ganze Volk eine bestimmte Vorstellung verbindet.“
Vorfilm: Beathoven – ein Experiment R: Olaf Rosenberg, DDR 1974, Dok., 12‘
Ein Potsdamer Filmstudent geht der Frage nach, welche Bedeutung Beethoven noch für jungen Menschen hat.

17.10.2020, 19 Uhr
Klang der Stille
R: Agnieszka Holland, D: Ed Harris, Diane Kruger, Matthew Goode, USA/D 2006, Spielfilm, 105‘
Der fast gehörlose Beethoven ist mit der Fertigstellung seiner 9. Sinfonie in Verzug. Sein Verleger schickt ihm eine junge Musikstudentin, die ihn als Kopistin unterstützen soll. Nach anfänglicher Missbilligung, da es sich um eine Frau handelt, wird dem alternden Beethoven bewusst, dass er seine Ziele nicht alleine erreichen wird. Agnieszka Hollands fiktive biografische Episode eröffnet einen neuen, genderbezogenen Blick auf das gefeierte Genie.

07.11.2020, 19 Uhr
Ludwig van B. – Meine unsterbliche Geliebte
R: Bernard Rose, D: Gary Oldman, Jeroen Krabbé, Isabella Rossellini, GB/USA 1994, Spielfilm, 120‘ Beethovens Vermächtnis galt seiner großen Liebe – das legt zumindest eine Notiz nahe, die sich nach seinem Tod in seinem Nachlass findet. Anton Felix Schindler, enger Freund und Vertrauter des Künstlers, macht sich sogleich auf die Suche nach mysteriösen Unbekannten. In Rückblenden schließen sich Lücken in Beethovens Werdegang, unzählige Liebschaften und die Tragik seiner Lebensgeschichte kommen ans Licht.
Das teilweise fiktive Biopic überzeugt besonders durch Gary Oldmans Beethoven-Darstellung.

14.11.2020, 19 Uhr
Kinshasa Symphony
R: Martin Baer, Claus Wischmann, D 2010, Dok., 95‘
Anlässlich des Unabhängigkeitstages der Demokratischen Republik Kongo will das Symphonieorchester Kinshasa, bestehend aus musikalischen Arbeiter*innen, ein Freiluftkonzert veranstalten. Der Film dokumentiert die außerordentlichen Schwierigkeiten, durch die sich die Musiker aber nicht abhalten lassen, Beethoven zu spielen.

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Bilder


  • K1600_Beethoven_Tage_aus_Werkfoto_FMP


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