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Ferbitzer Bruch als Beispiel für nachhaltige Landnutzung gegen Artensterben und Klimakrise

Regionales
  • Erstellt: 07.06.2024 / 17:01 Uhr von ant
Intakte Feuchtgebiete wie das Ferbitzer Bruch im Landkreis Havelland sind wichtige CO2-Speicher und Rückzugsräume für bedrohte Arten. Das zeigte der Biologe und Naturfilmer Jan Haft bei einer Exkursion der Deutschen Umwelthilfe (DUH) im Naturschutzgebiet in Brandenburg.
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Gemeinsam mit Max Jung vom Naturschutz-Förderverein Döberitzer Heide konnten die Teilnehmer die Bedeutung extensiver Beweidung für den Erhalt dieser einzigartigen Landschaft erleben. Auf über 1.000 Hektar weiden hier bedrohte Sorraia-Pferde, Gallowayrinder und Wasserbüffel.

"Eine lebenswerte und klimafreundliche Landschaft mit großer Artenvielfalt ist einfach herzustellen. Alles, was es dafür braucht, sind extensiv gehaltene Pflanzenfresser auf ausgedehnten Weidelandschaften", so Sabrina Schulz von der DUH.

Sascha Müller-Kraenner, DUH-Bundesgeschäftsführer, appellierte an die Anwesenden des Bundeslandwirtschaftsministeriums: "Wir brauchen bessere Förderprogramme und Maßnahmen für die Renaturierung von Auen und Mooren. Eine naturnahe Beweidung ist ideal, wird aber noch zu selten unterstützt."

Die Dürresommer der letzten Jahre zeigten die Folgen des Klimawandels für das Ferbitzer Bruch. Durch Wasserverlust lösten sich Torfkörper auf und setzten Nährstoffe und CO2 frei - Pflanzen und Tiere verschwanden.

Feuchtgebiete speichern 20 Prozent des von Ökosystemen gebundenen Kohlenstoffs, wie eine Studie zeigte. Die Heinz Sielmann Stiftung will nun den Wasserhaushalt stabilisieren, um den Klimawandel zu bremsen.

Das DUH-Projekt "Wilde Wasserweiden" fördert extensive Beweidung zum Schutz von Artenvielfalt, Klima und Landschaftswasserhaushalt.

Bilder

Sorraia-Pferde (c) Gabi Fiedler I Deutsche Umwelthilfe
(c) Gabi Fiedler I Deutsche Umwelthilfe
(c) Gabi Fiedler I Deutsche Umwelthilfe
(c) Gabi Fiedler I Deutsche Umwelthilfe
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