Am Freitagabend strömten die Fans von Depeche Mode ins Waschhaus. „Depeche Mode waren dieses Jahr nicht auf Tour, aber ich liebe diese Musik, also höre ich es mir von Coverbands an und deshalb komme ich her“, sagte Ariane, ein eingefleischter DM-Fan aus Nauen.
Die Coverband, die die Waschhaus-Arena dann im wahrsten Sinne des Wortes rockte, waren Remode aus Bielefeld. Ihre Show hatte sich gewaschen, denn tolle Lichteffekte und smarte Visuals auf der LED-Wall im Hintergrund brachten Stimmung ins Haus genauso wie ihre große musikalische Auswahl der Hits von nahezu allen Alben der britischen Pop-Ikone Depeche Mode.
Anfänglich wirkte der rockige Klang etwas ungewohnt, doch nach zehn Minuten war der energetische Rockfunke auf das Publikum übergesprungen. Mit sattem Sound und coolem Bass (Slick Prolidol), einem großartigen Schlagzeuger (Vic Chains) und Gitarristen (Johannes Makowski) gaben Remode alles, was die DM-Fan-Herzen begehrten. Sänger Dan Yell überzeugte mit Charme und markanter Stimme ebenso wie Tony Clare an den Keyboards, der ähnlich wie Martin Gore den Song „Somebody“ als Soli zum Besten gab.
Remode spielten eine gute Mischung aus den Hits der letzten vier Jahrzehnte der Band aus Basildon. Insbesondere bei den Erfolgssongs der Achtziger Jahre wie „Shake The Disease“ oder „Never Let Me Down Again“ gab es für das Publikum kein Halten mehr und der Wunsch von Jessica aus Fichtenwalde wurde wahr, denn sie kam mit ihrem Mädelstrupp her, um „Gleich wieder 15 zu sein“. Erst recht als Remode den Song „People Are People“ aus dem Jahr 1984 zum Besten gaben, war das Glück vieler Fans perfekt, ist dies doch ein Song, den Depeche Mode selbst nicht mehr auf ihren Konzerten spielen.
Bei „Everythings Counts“ bewies das Potsdamer Publikum absolute Textsicherheit und als zu vorgerückter Stunde Remode „Walking in My Shoes“ - übrigens das Lieblingslied des Sängers - und „Personal Jesus“ anstimmten, da war die Black Celebration Messe perfekt: die Potsdamer DM-Jünger stimmten andächtig und laut mit ein.
„Just Can’t Get Enough“ war das Motto des Abends. Gespielt wurde der Song als Zugabe. Nach zwei Stunden Spielzeit und mehreren Zugaben gingen die Fans glücklich und beseelt nach Hause. Remode haben der britischen Ikone des Pops alle Ehre erwiesen.
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