Bei dem feierlichen Festakt übergaben der Brandenburger Wirtschaftsminister Daniel Keller und der Präsident der Handwerkskammer Potsdam Robert Wüst die Meisterbriefe an die anwesenden Absolventen und Absolventinnen und nahmen diese damit stilvoll und ehrenhaft in die Handwerksfamilie auf.
„Sie sind die Macher von Morgen! Sie werden gebraucht!“, lobte Präsident Wüst die Jungmeister und -meisterinnen. Gleichzeitig wünschte sich Wüst in seiner Ansprache mehr Respekt und Wertschätzung für das Handwerk im Allgemeinen und mehr realistische berufliche Orientierung an den Schulen im Besonderen. Denn, so führte Wüst weiter aus: „Sie sind die Kraft, die das Handwerk lebendig hält, Sie sind Vorbilder für die nächste Generation und Sie sichern die Qualität und Tradition des Handwerks in Deutschland.“
Wirtschaftsminister Keller sagte: „Brandenburg ist stolz auf Sie. Herzlichen Glückwunsch! Sie haben Mut und Optimismus bewiesen, haben die Zeit genutzt. Hut ab vor dieser Leistung.“
Zudem stellte er fest, dass es im brandenburgischen Haushalt einen Aufwuchs bzgl. der Förderungen des Handwerks gäbe, insbesondere im Rahmen der Meistergründungsprämie.
Außerdem kündigte Keller einen Mentalitätswechsel an. Die Regierung müsse mit dem Bürokratieabbau beginnen. Es ginge darum, das Expertenwissen der Meister anzuerkennen, ihnen mehr zu vertrauen und ihnen nicht mit Richtlinien auf die Finger zu schauen.
Festrednerin war in diesem Jahr TV-Moderatorin und Handwerksbotschafterin Enie van de Meiklokjes, die im Talk mit der Moderatorin der Meisterfeier, Britta Elm, vieles über Handwerk, Backshows und das Leben zu berichten wußte.
Eni van de Meiklokjes, die in Potsdam geboren wurde, interessierte sich schon im Alter von 7 Jahren für das Handwerk und machte vieles an ihrer Puppenstube selbst, wie sie erzählte. Später erlernte sie den Beruf der Dekorateurin, der verlangt, viele handwerkliche Tätigkeiten zu können. Dennoch ist es kein klassischer Handwerksberuf, was die ehemalige VIVA-Moderatorin sehr bedauerte. Ihre Empfehlung: immer eine handfeste Ausbildung zu machen, so dass man was in der Hand hat.
„Und gerade Handwerk wird es ewig geben“, zeigte sich die Potsdamerin mit dem niederländischen Künstlernamen überzeugt. Das fänge im Bad mit dem Klempner an und höre noch lange nicht bei der Elektroinstallation auf. „Eine Welt ohne Handwerker ist nicht möglich!“, so Eni van de Meiklokjes, die für ihre zahlreichen Back- und Kochshows bekannt ist.
Das Schlußwort hielt Ralph Bührig, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Potsdam, und wies auf die zahlreichen Unterstützungsangebote der Handwerkskammer für die Jungmeister hin.
Musikalisch umrahmt wurde die Meisterbriefübergabe von Susan Albers am Konzertpiano. Mit einer wohl durchdachten und famos präsentierten Musikauswahl ließ sie den Festakt noch emotionaler werden. U.a. performte sie den Song der 1980er Jahre „Ein bißchen Frieden“ - modern interpretiert - sowie „Don’t Stop Believin’ “, dem Aufruf, stets an seine Ziele zu glauben.
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