So erfahren die Besucher durch zuvor noch nie ausgestellte Bilder, dass hier schon vor über 100 Jahren eine Schankwirtschaft existierte, Gärten und Bootswerften sowie eine Flussbadeanstalt. Die Ausstellung zeigt die Insel als besonderen Ort für die Weltfestspiele der Jugend 1973 und auch wie die Insel als Teil der BUGA 2001 neu entdeckt wurde.
Vor allen Dingen zeigt die Ausstellung, wie die Freundschaftsinsel durch den von 1937 bis 1940 angelegten Staudengarten geprägt wurde. 1941 wurde der Garten, den Karl Foerster und Hermann Mattern anlegten, mit etwa 2.200 Arten und Sorten von Stauden und Sommerblumen sowie 270 verschiedenen Rosen und Ziergehölzen eröffnet.
Seit dem kann das Areal, das seit 1977 den Status eines Flächendenkmals trägt, als Naherholungszentrum gelten, quasi als Central Park von Potsdam, wie Susanne K. Fienhold Sheen, die die Ausstellung kuratierte, bemerkte. Denn analog zum Central Park ergeben sich auch von der Freundschaftsinsel aus viele Blicke auf die sie umgebenden Gebäude (Kirchen, Hotels, Kultureinrichtungen), die die Stadt prägten und prägen.
So präsentiert die Ausstellung Gemälde von der Freundschaftsinsel selbst, aber auch Gemälde, die längst vergangene Blicke von der Insel auf die heute nicht mehr zu erlebende Uferbebauung an der Alten Fahrt eingefangen haben.
„Wir zeigen an einer Wand aber auch viele Fotos, die sich den gärtnerischen Aspekten der Insel widmen“, so die Kuratorin. „Denn es sind die Gärtner, die diese Insel am Leben erhalten, weshalb die Ausstellung den Gärtnern gewidmet ist.“
Kuratorin Susanne K. Fienhold Sheen hat viele Fotos - die älteste Aufnahme ist aus dem Jahr 1869 –, Gemälde und Objekte aus unterschiedlichsten Zeitepochen für die Ausstellung zusammengetragen, aber auch wieder verworfen. Die Leihgaben kommen aus dem Bestand des Potsdam Museums oder aus privaten Beständen.
Diese Objekte finden sich teilweise in einem Glaskasten wieder, der quasi den Kuratorinnen-Arbeitstisch darstellt. Eine alte Kanne aus der ehemaligen Schankwirtschaft oder eine schöne Schmuckkartenschatulle und sogar eine alte Garderobenmarke des alten Interhotels, gefunden auf der Insel, sind hier zu sehen.
„Im Fluss. Die Freundschaftsinsel“ ist eine Gemeinschaftsausstellung des Vereins Freunde der Freundschaftsinsel und des Fördervereins des Potsdam Museums. Es ist eine Ausstellung, die auf rein ehrenamtlichen Engagement fußt, denn weder wurden Fördermittel erhalten noch beantragt, wie Markus Wicke, Vorstandsvorsitzender des Fördervereins des Potsdam Museums, betonte. Die Finanzierung übernahmen die zwei Vereine, die notwendigen Aufsichten während der Öffnungszeiten gestalten viele Vereinsmitglieder ebenfalls ehrenamtlich.
Dennoch ist der Eintritt frei, um Spenden wird gebeten. Schon jetzt lockt die Ausstellung, die zum 4. Mai offiziell eröffnet, die Spaziergänger auf der Insel an. Lassen auch Sie sich anlocken, um zu erfahren, warum die Freundschaftsinsel eigentlich Freundschaftsinsel heißt.
Weitere Informationen unter [
www.freundschaftsinsel-potsdam.de].