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"Potsdam Exklusiv" auf Meetingpoint: #20/25: Totgesagte leben länger! Post Mortem Tourabschluss mit Subway To Sally!

Potsdam Exklusiv
  • Erstellt: 18.05.2025 / 19:30 Uhr von Potsdam Exklusiv
Die Potsdamer Band Subway to Sally hat es wieder getan: mit ihrem neuen Album „Post Mortem“ ist sie auf die gleichnamige Tour gegangen. Dabei ging es quer durch Deutschland. Sowohl in Osnabrück als auch in Köln sowie in Leipzig und in Erfurt begeisterte die Band der Metal Gothic Szene ihr Publikum. Gestern gaben sie ihr letztes Konzert der Tour in Berlin. Die über 1000 Fans waren auch im Berliner Huxleys begeistert. Zusammen mit Ally, der begnadeten Rockviolinistin der Band, holten die sechs Männer mit ihrer großartigen Instrumentenvielfalt noch einmal alles raus und machten diesen Abend zu einer wahrhaften Messe.

Überwältigend! Geil! Episch! – Die textsicheren Fans waren voll des Lobes, genauso wie die Band über ihr Berliner und Potsdamer Publikum.

Am Rande des Abschlusskonzertes trafen wir uns mit Bodenski, dem Poeten der Band, der für die schönen und inhaltsreichen Texte der Songs verantwortlich ist, um mehr über dieses grandiose Album, die Tour und die Pläne der Band zu erfahren, die am 30.12. im Waschhaus Potsdam wieder ihre Eisheilige Nacht zelebrieren wird.

Was hat Euch zu der Tour bzw. zu diesem Album inspiriert?
Unser Album davor war noch sehr stark von den Erlebnissen der Coronazeit geprägt. Damals ging es darum, den Neuanfang zu feiern und positiv nach vorn zu blicken. „Post Mortem“ musste sich dann mit der harten Realität auseinandersetzen, dass sich vieles in der Welt zum Negativen neigt.

Welcher Song scheint der Lieblingssong Eurer Fans zu sein?
Wir haben insgesamt drei Singles veröffentlicht: „Post Mortem“ als Titeltrack, dazu noch „Stahl auf Stahl“ und „Herz in der Rinde“. Diese Titel werden gut angenommen. Darüber hinaus scheinen „Wunder“ und „Phönix“ Songs zu sein, die die Fans besonders feiern.

Wird es eine zweite Tour unter diesem Label geben?
Nein. Heute sind Touren wesentlich kürzer als noch vor 20 Jahren. Das hat mit der veränderten Veranstaltungskultur zu tun. Die nächste Tour wäre dann vielleicht die „Post-Post-Mortem“-Tour.

An welche Episode auf der Tour denkt Ihr besonders gern zurück?
Eigentlich erinnert man sich eher an die Schockmomente. In Erfurt mussten wir die Show noch während des Intros abbrechen, weil Ingos Gitarrenverstärker ausgestiegen war. Wir haben es dann in zehn Minuten geschafft, ihm Ersatz zu besorgen, aber er musste mit genau einem Sound und ohne Effekte spielen. Das schaffen nur echte Könner.

Eine Tour ist anstrengend. Verliert Ihr mehr Kilos oder mehr Nerven während der Tour?
Unser Schlagzeuger hat tatsächlich sechs Kilo verloren. Bei anderen Musikern kann es nach der Tour auch ein paar Gramm mehr sein, denn das Catering ist den ganzen Tag verfügbar, und nachts stehen die Chipstüten im Bus – die man zu Hause nie anrühren würde.

Wie lange müsst Ihr die neuen Songs üben, bis das Zusammenspiel perfekt ist?
Wir proben zweimal eine Woche für so eine Tour. Allerdings kommen alle perfekt vorbereitet zu den Proben – jeder kann seinen Part. Es geht vor allem darum, die Songs auswendig und lebendig zu spielen.

Wie lange müssen sich Musikprofis wie Ihr auf eine Tour vorbereiten?
Wir spielen eine Mischung aus alten und neuen Songs. Aber auch die alten Titel müssen regelmäßig geprobt werden – da führt kein Weg dran vorbei. Wenn man so will, bereiten wir uns jeden Tag vor.

Wie findet Ihr es eigentlich, wenn das Publikum pausenlos in seine Handys starrt, um mitzufilmen, statt direkt zu Euch auf die Bühne zu schauen, um mitzumachen?
Ich sehe sehr viele Leute tanzen, singen und feiern. Wenn bei bestimmten Songs die Handys angehen, denke ich mir, dass die Leute den Moment festhalten wollen, der ihnen wichtig ist. Warum sollten sie das nicht tun? Es ist, wie es ist.

Mit Blick auf die laufende Festivalsaison: Auf welches Festival freut Ihr Euch am meisten?
Das M’era Luna Festival bei Hildesheim im August ist für unsere Szene sehr wichtig. Wir werden in diesem Jahr dort eine besondere Show spielen, bei der nicht das aktuelle Album im Fokus steht, sondern das Album „Nord Nord Ost“, das in diesem Jahr sein 20-jähriges Jubiläum feiert.

Bilder

© Matthias Pracht
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© Matthias Pracht
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