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Potsdam stellt Aktionsplan „Queeres Potsdam“ vor

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 07.11.2025 / 15:01 Uhr von hvf
Die Landeshauptstadt Potsdam hat den Aktionsplan „Queeres Potsdam“ veröffentlicht. Ziel des Konzepts ist es, queere Menschen besser zu schützen, ihre Sichtbarkeit im Stadtbild zu erhöhen und Diskriminierung entgegenzuwirken. Grundlage ist ein Beschluss der Stadtverordnetenversammlung. Die Stadtverwaltung hat daraufhin ein integriertes Konzept zur Prävention queerfeindlicher Gewalt sowie zur Förderung von Vielfalt und Gleichberechtigung erarbeitet.

Der Aktionsplan entstand in einem Beteiligungsprozess mit Vertretern der queeren Community, der Polizei, der Verwaltung sowie Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung. Seit ihrem Amtsantritt im Juni 2023 sucht die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Claudia Sprengel, aktiv den Austausch mit der Community. Sie erklärt: „Als Gleichstellungsbeauftragte gehört es für mich selbstverständlich dazu, in engem Austausch mit der queeren Community zu stehen. Jede Form von Diskriminierung aufgrund von Geschlecht oder sexueller Identität betrifft die Grundrechte von Menschen. Der Aktionsplan ist ein wichtiger Schritt, um Sichtbarkeit zu schaffen, Betroffene zu unterstützen und klare Maßnahmen gegen Diskriminierung in unserer Stadt auf den Weg zu bringen.“

In der ersten Umsetzungsphase konzentriert sich der Plan auf zwei Bereiche: Verwaltung und Öffentlichkeit. Innerhalb der Verwaltung sollen Schulungen zu geschlechtlicher und sexueller Vielfalt stattfinden, außerdem sollen Diversität und diskriminierungssensible Praxis fester Bestandteil strategischer Verwaltungsarbeit werden.

Im öffentlichen Raum soll queeres Leben sichtbarer werden. Dazu gehören die Berücksichtigung queerer Persönlichkeiten bei Straßenbenennungen sowie die feste Etablierung bestehender Veranstaltungen wie Christopher Street Day, Queensday und Fahrrad Pride.

„Die Ereignisse des Jahres 2023 und Rückmeldungen aus der Potsdamer Community machten deutlich, dass zusätzliche Handlungsschritte notwendig sind, um queerfeindlichen Tendenzen entschieden entgegenzutreten. Mit dem Aktionsplan schafft Potsdam nun ein strukturiertes und gleichzeitig dynamisches Instrument, das regelmäßig überprüft, angepasst und im Zusammenwirken von Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft fortgeschrieben wird. Mit den bereitgestellten Haushaltsmitteln wurde 2025 ein erster Grundstein gelegt. Jedoch bedarf es langfristigere Prozesse damit das Ziel, eine Stadt zu gestalten, in der queeres Leben selbstverständlich sichtbar und sicher ist, nachhaltig umzusetzen“, so Sprengel.

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