Des weiteren waren die drei ehemaligen Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Matthias Platzeck, Jann Jakobs und Mike Schubert unter den Gästen. Und natürlich auch Noosha Aubels Familie und Freunde.
Der erste Redner und zugleich auch Moderator der Veranstaltung war der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung Dr. Harald Wegewitz (SPD). Er referierte über die Parteilosigkeit der neuen Oberbürgermeisterin und stellte fest, dass es diesbzgl. neben Vorteilen eben auch Nachteile gäbe, wie bspw. die fehlende Rückkopplung an eine Partei, was Kommunikation, Meinungsbildung und Kompromißfindung erschweren würde.
Der Vertreter der Landespolitik, Robert Crumbach, beglückwünschte Aubel dazu, dass sie nunmehr die Oberbürgermeisterin der schönsten Landeshauptstadt in Deutschland sei. Auch er stellte fest, dass es zur Lösung der Probleme darauf ankäme, Koalitionen zu schmieden, was jedoch mit einigen Schwierigkeiten verbunden sein werde.
Burkhard Exner, der Finanzbeigeordnete der Stadt, merkte an, dass die Position der Oberbürgermeisterin kein gewöhnliches Amt sei, sondern ein Dienst. Er selbst hatte diese Position von Mai bis Oktober 2025 interimsmäßig inne. Er erinnerte daran, wie gut sich Potsdam seit 1990 entwickelt hätte und es darauf ankäme, ein Klima des Miteinanders zu schaffen. Zudem mahnte er Geduld an, für jene Prozesse, die Zeit brauchen.
Im Anschluß an die Redebeiträge überreichte Dr. Harald Wegewitz die Amtskette der Stadt Potsdam an Noosha Aubel. Mit Stolz, Freude und in Demut bedankte sich die neue Oberbürgermeisterin in ihrer Antrittsrede bei allen, die ihr das Vertrauen entgegengebracht haben. Ganz persönlich dankte sie ihrer Familie, insbesondere ihrer anwesenden Mutter, von der sie die innere Gelassenheit und die Erkenntnis, dass die Dinge gut werden, wenn sie reifen, gelernt hätte.
Zukünftig wolle sie Klarheit schaffen, wo es unbequem ist und Zuhören, auch wenn man anderer Meinung ist.
„Denn wir stehen vor großen Herausforderungen und vor leeren Kassen. Das zwingt uns, die richtigen Themen zuerst anzugehen. Haushaltsdisziplin ist kein Selbstzweck, sondern Voraussetzung dafür, dass wir handlungsfähig bleiben. Wir müssen den Mut haben, Dinge zu lassen, um die wirklich wichtigen gut zu machen“, führte Aubel aus.
Dabei käme es darauf an, zusammen für die Stadt zu wirken und nicht individuelle Ziele und Ideen zu verfolgen. Ziele müßten, sobald man sich diesbzgl. verständigt habe, messbar und nachprüfbar sein.
„Diesen anspruchsvollen Weg, hin zur zukunftsfesten und gerechten Stadt, möchte ich gerne gemeinsam mit Ihnen gestalten. Gemeinsam mit dem Rathaus, den Stadtverordneten und Ortsbeiräten und den Menschen in der Stadt“, so die Oberbürgermeisterin.
Mit dem Gratulations-Defilee und einem kleinen Umtrunk endete diese Feierstunde, die von einer Streichergruppe der Städtischen Musikschule „Johann Sebastian Bach“ musikalisch umrahmt wurde.
Mehr Infos: [
www.noosha-aubel.de].