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Abschied von Dieter Wiedemann: Ohne ihn wäre die Filmuni Babelsberg nicht das, was sie heute ist

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 09.11.2025 / 09:01 Uhr von ant
Die Filmuniversität Babelsberg trauert um ihren langjährigen Präsidenten, Medienwissenschaftler und Mitgestalter der brandenburgischen Hochschullandschaft: Prof. Dieter Wiedemann ist am 30. Oktober nach langer Krankheit im Alter von 79 Jahren verstorben. Wiedemann, 1946 im tschechischen Liebschitz geboren, studierte zunächst Theater in Leipzig und schloss an der Hochschule für Film und Fernsehen mit dem Titel „Theaterdramaturg“ ab.

Nach Jahren in der Forschung, darunter am Zentralinstitut für Jugendforschung, kehrte er Anfang der 1990er an die HFF in Potsdam-Babelsberg zurück – und prägte die Einrichtung über Jahrzehnte entscheidend. Ab 1995 Professor für AV-Medienwissenschaft, leitete er die Hochschule von 1995 bis 2012, zuletzt als Präsident.

Unter Wiedemanns Führung erhielt die Hochschule das Promotionsrecht, gründete neue Studiengänge und wurde zu einer international anerkannten Talenteschmiede. Sein unermüdlicher Einsatz mündete schließlich 2014 in der Umwandlung zur Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF – ein lang gehegter Wunsch, den er noch miterleben durfte.

Eng verbunden blieb Wiedemann stets dem Filmmuseum Potsdam, dessen Integration in die Filmuniversität er maßgeblich vorantrieb. Auch nach seiner Amtszeit engagierte er sich weiter – als Vorsitzender des Freundeskreises, als Netzwerker und Förderer der Filmkultur.

Wissenschaftsministerin Manja Schüle würdigte ihn als „Visionär mit Leidenschaft, Geschick und Beharrlichkeit“. Filmuni-Präsidentin Susanne Stürmer betonte, die Hochschule wäre ohne ihn „nicht, was sie heute ist.“

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