Präsident Karsten Ritter-Lang erklärte, man habe aus dem Spiel „ganz klar drei Punkte erwartet“. Ein weiteres Zuwarten sei nicht möglich gewesen. Er bezeichnete die Trennung als „Vernunftsentscheidung“, die intern schwer gefallen sei.
Russ hatte Turbine im Oktober 2024 im Abstiegskampf der Bundesliga übernommen und sollte nach dem erneuten Abstieg den Neuaufbau mit einem weitgehend neuen Kader vorantreiben. Aus Sicht des Vereins sei dies nicht gelungen: „Wir hatten das Gefühl, dass er die Mannschaft nicht mehr ausreichend erreicht“, so Ritter-Lang. Trotz intensiver interner Gespräche habe sich die sportliche Situation nicht stabilisiert.
Nach neun Spielen steht Turbine mit nur zwei Siegen auf Tabellenplatz zwölf und damit in der Abstiegszone. Das kommende Spiel gegen den VfR Warbeyen gilt als richtungsweisend. Interimistisch übernimmt Co- und Athletiktrainer Patrick Ritzinger. „Ich glaube, dass das einen Impuls geben wird“, sagte Ritter-Lang.
Die Suche nach einem neuen Cheftrainer läuft. Voraussetzung ist eine A-Lizenz. Ein Schnellschuss soll jedoch vermieden werden. Von der Mannschaft zeigt sich der Verein weiterhin überzeugt; individuelle Fehler hätten die bisherigen Rückschläge verursacht.