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Gesundheitsgefahr vermutet: Grundschule in Groß Glienicke geschlossen

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 12.11.2025 / 10:01 Uhr von hvf
Die Grundschule Hanna-von-Pestalozza in Groß Glienicke ist vorläufig für den Schulbetrieb gesperrt. Das Gesundheitsamt Potsdam empfahl die Schließung, nachdem in mehreren Räumen auffällige Staubentwicklungen festgestellt wurden und Kinder sowie Lehrkräfte über Husten und tränende Augen klagten. Bei einer Begehung bestätigte sich laut Angaben der Stadtverwaltung der Verdacht einer möglichen Gesundheitsbelastung. Um Risiken zu vermeiden, sollen die betroffenen Gebäudeabschnitte bis auf Weiteres nicht genutzt werden. Der Unterricht wird in den kommenden Tagen in den Räumen des Hortes, der Turnhalle sowie im nahegelegenen Begegnungshaus fortgeführt.

Bildungsbeigeordneter Torsten Wiegel erklärte: „Wir setzen alles daran, dass die Kinder weiterhin vor Ort unterrichtet werden. Dass die plötzliche Sperrung für die betroffenen Familien, Lehrkräfte und Erzieherinnen und Erzieher trotzdem mit organisatorischen Herausforderungen verbunden ist, ist uns bewusst. Wir danken schon jetzt herzlich für das Verständnis und die Unterstützung aller Beteiligten. Die Gesundheit der Kinder steht an erster Stelle.“

Nach Angaben des Gesundheitsamtes wurde die Staubentwicklung vermutlich durch eine chemische Reaktion zwischen einem Reinigungsmittel und dem neuen Bodenbelag ausgelöst. Ein Gutachten soll die genaue Ursache klären. Gleichzeitig arbeitet der Kommunale Immobilien Service daran, die Belastung zu beseitigen.

Der stellvertretende Leiter des Gesundheitsamtes, Marco Solinski, sagte: „Wir haben die gemeinsame Entscheidung getroffen, um eine mögliche Gesundheitsgefährdung der dort lernenden Kinder abzuwenden.“

Bernd Richter, Leiter des Kommunalen Immobilien Service, ergänzte: „Dass die Schule wieder so schnell wie möglich sicher genutzt werden kann, hat für uns höchste Priorität. Bis die Ursache beseitigt ist, können die Schülerinnen und Schüler das Gebäude leider nicht nutzen. Die Räume des Horts und der Turnhalle sind nicht betroffen.“

Bei anhaltenden Beschwerden wie Augenreizungen, Halsschmerzen oder Kopfschmerzen wird empfohlen, ärztlichen Rat einzuholen.

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