Bundesumweltminister Carsten Schneider und EU-Kommissar Dan Jørgensen haben kürzlich gemeinsam mit Oberbürgermeisterin Noosha Aubel die Tiefengeothermie-Energiezentrale der Energie und Wasser Potsdam GmbH (EWP) besichtigt. Die Anlage ist ein zentraler Baustein der Wärmewende in Potsdam und ein Leuchtturmprojekt für erneuerbare Energien in der Fernwärme. Der Besuch fand im Rahmen einer Energiewende-Pressereise des Bundesumweltministeriums statt.
Am Standort Heinrich-Mann-Allee ist die erste von zwei Anlagen bereits seit 2024 in Betrieb. Ab der Heizperiode 2025/26 soll das angrenzende Quartier vollständig mit Geothermie-Wärme versorgt werden. Die Fertigstellung der Energiezentrale ist für 2027 vorgesehen. Bis 2030 sollen in Potsdam fünf weitere Tiefengeothermie-Anlagen mit einer Gesamtkapazität von rund 25 Megawatt entstehen.
Während des Besuchs führten Minister Schneider und Kommissar Jørgensen Gespräche über zentrale Herausforderungen der Wärmewende, darunter beschleunigte Genehmigungsverfahren, Planungssicherheit für Investition und verlässliche Förderbedingungen. Die EWP-Geschäftsführung nutzte die Gelegenheit, um mit dem Minister über geplante Investitionen und die Umsetzung der Wärmewende in Potsdam zu sprechen.
Auch die Finanzierung des Projekts stand im Fokus. Neben Fördermitteln und Kreditaufnahmen verhandelt die EWP derzeit mit der Europäischen Investitionsbank über weitere Kredite. Laut EWP-Geschäftsführer Monty Balisch wird eine Entscheidung der EIB im Jahr 2026 erwartet.
Potsdam dient als Modellstandort für Tiefengeothermie und zeigt, wie die Wärmewende bereits heute praktisch umgesetzt wird. Der Besuch verdeutlichte das gemeinsame Engagement von EU, Bund, Land und Kommune für die Transformation der Energieversorgung.