Das Szenario beginnt mit einem begrenzten Stromausfall. Der Verwaltungsstab der Stadt entscheidet daraufhin, den Katastrophenschutzleuchtturm zu aktivieren. Währenddessen tritt ein Blackout ein, der einen großflächigen Stromausfall simuliert. Der Leuchtturm soll im Ernstfall Informationen bereitstellen, Notrufe ermöglichen, Erste Hilfe leisten und Basiskomponenten wie Wärme, Trinkwasser oder das Aufladen von Endgeräten sichern. Zudem sollen mitgebrachte Speisen erwärmt werden können.
Für die Übung stellte EDEKA-Inhaberin Katrin Schneider verschiedene Mikrowellengerichte zur Verfügung, die vor Ort an der Versorgungsstrecke erwärmt werden. Die Unterstützung gilt laut Angaben der Stadtverwaltung auch für die künftig zweimal jährlich geplanten Übungen. „Darüber sind wir sehr dankbar, denn solche Angebote helfen uns dabei, die Übungen für alle Beteiligten realer zu machen und mögliche Schwachstellen im Vorfeld zu erkennen“, sagt Fachbereichsleiter und Projektleiter Philipp Konopka, der die Übung organisiert hat.
Innerhalb der Halle stellte das Team Tische, Bänke, einen Lichtmast und technische Geräte bereit. Zuständigkeiten für Strom, Wasser, Einlass, Technik und Erste Hilfe sind vorher festgelegt. Die testweise Inbetriebnahme ist die erste dieser Art seit der Gründung der Einheit. Wärmedecken, Klappstühle, Mikrowellen und Hinweisschilder wurden platziert, während die Beobachter eintrafen und unterschiedliche Bedarfe in einer Notlage darstellen.
Nach der Öffnung des Leuchtturms informierte der Einlass über die Lage und registrierte die Hilfesuchenden. An der Versorgungsstrecke standen warmer Tee, Kaffee, Mikrowellen und Trinkwasser bereit. Eine Viertelstunde nach Aktivierung befanden sich rund 40 Personen in der Halle. Der Leiter der Einheit informierte per Megafon regelmäßig über den Verlauf des Szenarios.
Das Fazit fällt positiv aus. „Alle Kernaufgaben des Leuchtturms konnten bei der Übung erfolgreich ausgeführt und getestet werden. Die Hinweise der Beobachter werden wir als nächstes sichten und gemeinsam mit dem Team auswerten“, resümiert Konopka.
Werders 1. Beigeordnete Christian Große betont die Bedeutung solcher Strukturen: „In einer Notlage ist ein solcher Leuchtturm ein entscheidendes Instrument für die Information und den Schutz der Bevölkerung. Das, was hier simuliert wird, gibt dem Team mehr und mehr Sicherheit, die es im Ernstfall vor allem braucht.“ Perspektivisch soll die Öffentlichkeit in künftige Übungen eingebunden werden.
Im Landkreis Potsdam-Mittelmark unterstützen Städte und Gemeinden in besonderen Notlagen die Arbeit der Katastrophenschutzbehörde. Insgesamt existieren 19 feste Katastrophenschutzleuchttürme im Kreisgebiet. Weitere Informationen zur Ausstattung des Werderaner Leuchtturms gibt es hier: [
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