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"Potsdam Exklusiv" auf Meetingpoint: #50/25: Fernseher aus, Sternschnuppen an - Songs von Gundermann begeisterten im Waschhaus

Potsdam Exklusiv
  • Erstellt: 15.12.2025 / 16:01 Uhr von Potsdam Exklusiv
Freitagabend erlebten über 800 Fans des Rockpoeten Gundermann ein großartiges Konzert mit Alexander Scheer, Andreas Dresen & Band in der Waschhaus-Arena. Sowohl die Gundermann-Klassiker wie ‚Alle oder Keiner‘, ‚Brunhilde‘ oder ‚Linda‘ als auch seltener gespielte Songs wie bspw. ‚Und musst du weinen’ sowie ‚Männer und Frauen’ spielte die Band, die 2018 eigens für die Filmpremiere des Gundermann-Films von Andreas Dresen gegründet wurde.

Mittlerweile erfährt die sechsköpfige Band viel Zuspruch. Die Gundermannlieder, in denen es um Verlust, Anpassung, Fehler, Zweifel, Liebe und Hoffnung geht, erleben eine Renaissance.

Nicht zu vergessen jene Titel, die so richtig rockten. So spielte die Band auch Titel der Stones ‚Jumpin Jack Flash‘ oder von Rio Reiser, dem Gundermann des Westens, wie ihn Alexander Scheer bezeichnete.

Die Stimmung in der Arena war von Anfang bis zum Ende dieses mehr als zwei Stunden andauernden Konzerterlebnisses grandios. Das lag nicht nur an der phänomenalen Titelauswahl, die eine starke emotionale Tiefe ausdrückte, sondern auch an der Bühnenpräsenz der sechs Vollblutmusiker.

Allein die Vielzahl der Instrumente unterschiedlichster Gitarren, Bässe, dann die Ukulele, Keyboards, Mundharmonika, Schlagzeug und Percussion entfalteten einen beeindruckenden Klangteppich.

Insbesondere Andreas Dresen und Axel Scheer, die sich den Gesangspart mal teilten, mal zusammen sangen, brachten die Bühne zum Strahlen und damit auch das Publikum.

Das kam überwiegend aus Potsdam und Umgebung, wie die Nummernschilder und die vielen Räder am Eingang verrieten.

Einer der Konzertbesucher war Frank Bigosch: „Die Musik begleitet mich seit DDR-Zeiten. Es sind einfach unheimlich gute Texte, die mich von Anfang an fasziniert haben. Und die Art und Weise, wie Dresen und die Jungs die Songs live spielen, ist einfach toll.“

Neben den vielen Gundermannfans der ersten Stunde kamen aber auch etliche ins Konzert, die erst durch den Film „Gundermann“ auf diese Musik aufmerksam wurden.

So wie Tabea Althausen aus Potsdam, die den Film über den Baggerfahrer im Lausitzer Tagebau schon mehrfach gesehen hat, wie sie erzählte. „Ich mag Andreas Dresen total gerne und habe den Gundermann-Film bestimmt schon acht Mal gesehen. Die Musik ist einfach authentisch. Sie ist gut gemacht – tolle Klampfe, tolle Stimme, tolle Texte - fertig.“

Auch in Familie kamen die Besucher und zeigten damit, dass diese Lieder Generationen verbinden können, sind sie doch einfach zeitlos und von einer nahezu ewigen Gültigkeit, weil sie von der Fragilität des Lebens erzählen.

„Ich begleite heute meinen Vater, der großer Gundermannfan ist. Ich selbst bin mittlerweile auch Fan dieser Musik und total begeistert von Alexander Scheer, der sich so unheimlich genial in diese Musik reinlegt und sie interpretiert“, so Melanie Börner. Ihr Vater Gregor ergänzte: „Die Texte gefallen mir sehr gut, sie passen einfach immer.“

Und das ist wahrscheinlich auch das Geheimnis des Erfolges der Gundermann-Songs. Sie wirken bis heute, weil sie aus einer konkreten Zeit (DDR, Wende, Aufbruch, Umbruch) und einem konkreten Ort (Lausitz) stammen, zugleich aber universelle Erfahrungen verhandeln.

Sie erzählen von Menschen, die versuchen, anständig zu bleiben in einer Welt, die ihnen oft keine einfachen Wege lässt.

Gundermanns Musik ist unbequem, aber tröstlich; traurig, aber nicht hoffnungslos. Sie erinnert daran, dass Kunst dort am stärksten ist, wo sie sich nicht vom Leben trennt, sondern aus ihm hervorgeht – mit all seinen Widersprüchen. Und sie wird von Dresen, Scheer und Co. auf eine magisch-beseelende Art dargeboten.

[www.waschhaus.de]

[Potsdam Exklusiv] ist dabei - bei den außergewöhnlichen Shows, den großen Bällen, wichtigen Events, am Tisch interessanter Menschen. Ab sofort gibt es davon auch regelmäßig Einblicke auf Meetingpoint Potsdam - ganz exklusiv.

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