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70 Jahre Wilhelm-von-Türk-Schule

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 13.01.2026 / 13:01 Uhr von hvf
Seit sieben Jahrzehnten steht die Wilhelm-von-Türk-Schule in Potsdam für sonderpädagogische Förderung mit Schwerpunkt auf Hören und Sprache. In diesem Jahr begeht die Schule ihr 70-jähriges Bestehen. Sie ist heute die einzige Förderschule im Land Brandenburg, die sich ausschließlich diesen beiden Förderschwerpunkten widmet.

Gegründet wurde die Einrichtung 1956 als Schwerhörigenschule. Seither hat sie sich kontinuierlich weiterentwickelt und bietet heute ein umfassendes Förderangebot in den Bereichen Hören, Kommunikation und Sprache. Die Schule begleitet Kinder und Jugendliche über mehrere Jahrgangsstufen hinweg.

Oberbürgermeisterin Noosha Aubel würdigt die Entwicklung der Schule und ihre Bedeutung für die Stadt und das Land: „Die Schule kann mit Stolz auf ihre Geschichte zurückblicken – vor allem aber darauf, welchen Weg sie seit ihrer Gründung im Jahr 1956 genommen hat. Sie hat sich in sieben Jahrzehnten zu einer modernen und leistungsstarken Bildungseinrichtung entwickelt, die heute Schülerinnen und Schülern mit besonderen Unterstützungsbedarfen im Bereich Hören, Kommunikation und Sprache umfassende Bildungschancen eröffnet. Sie übernimmt damit eine zentrale Aufgabe in der Bildungslandschaft des Landes Brandenburg und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Teilhabe von Schülerinnen und Schülern mit besonderem Förderbedarf. Die Pädagoginnen und Pädagogen leisten damit herausragende Arbeit für Kinder, Jugendliche, Eltern – und für die gesamte Gesellschaft.“

Seit 26 Jahren trägt die Schule den Namen Wilhelm-von-Türk-Schule. Wilhelm von Türk war Ehrenbürger der Landeshauptstadt Potsdam und setzte sich zu seiner Zeit besonders für einen chancengleichen Zugang zu Bildung ein. Sein Bildungsverständnis, das allen Menschen unabhängig von Voraussetzungen Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten eröffnen soll, prägt bis heute das Selbstverständnis der Schule.

Die pädagogische Arbeit orientiert sich an klaren Leitlinien wie Verantwortung, Toleranz, Respekt und Hilfsbereitschaft. Grundlage sind die geltenden Rahmenlehrpläne sowie individuelle Förderpläne, die auf die jeweiligen Bedürfnisse der Schüler zugeschnitten sind. Ziel ist es, vorhandene Fähigkeiten gezielt weiterzuentwickeln und eine möglichst passgenaue Förderung zu gewährleisten.

Neben dem Unterricht spielen Arbeitsgemeinschaften und Freizeitangebote eine wichtige Rolle im Schulalltag. Angeboten werden unter anderem Schach, Volleyball, Fußball, Leichtathletik, Basketball, Kunst, Häkeln und Stricken, eine Spiele-AG sowie eine Acker-AG. Zudem nimmt die Schule regelmäßig am Känguru-Wettbewerb teil, der die mathematische Bildung fördert.

Aktuell werden an der Wilhelm-von-Türk-Schule 158 Schüler im Alter von 6 bis 16 Jahren in den Klassenstufen 1 bis 10 unterrichtet. Zum Team gehören 37 Pädagogen sowie drei pädagogische Mitarbeiter. Ergänzt wird das Angebot durch Tagesgruppen, einen Hort und ein Wohnheim.

Bilder

Wilhelm-von-Türk-Schule
Schulleiterin: Ulrike Kleissl
Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel spricht ein Grußwort
Schüler führen ein Theaterstück auf
Phillip Türk, Uhr-Uhr-Enkel vom Namensgeber der Schule Wilhelm-von-Türk-Schule, ist aus den USA zu Besuch gekommen, um an der Feierstunde teilzunehmen.
Wilhelm-von-Türk-Schule
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