Am Abend des 24. Januar hat der traditionelle Jahresauftakt des Geschäftsnetzwerkes Potsdam (GNWP) im Friedenssaal in der Schopenhauer Straße stattgefunden. Über 120 Gäste aus Wirtschaft und Politik waren der Einladung gefolgt, unter ihnen auch der Wirtschaftsminister des Landes Brandenburg, Daniel Keller, die Oberbürgermeisterin Potsdams, Noosha Aubel, und eine rund 20-köpfige Delegation aus Vietnam mit der Botschaftsrätin aus dem Referat für Investitionen, Nguyen Thi Thu Ha, an der Spitze.
Unter dem Motto „Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Gesundheit – Das WIR-Gefühl stärken“ fokussierten die Rednerinnen und Redner des Abends ihre Vorträge.
So ging Noosha Aubel in ihrem Grußwort darauf ein, dass eine gesunde Stadt sowohl resilient als auch zukunftsfähig ist, denn eine gesunde Stadt könne Krisen besser meistern. Potsdam hätte dafür beste Voraussetzungen, denn schon jetzt sichere die Landeshauptstadt die gesundheitliche Versorgung in Potsdam und Umgebung. Viele wissenschaftliche Institutionen und Start-ups arbeiten in Potsdam an Lösungen, die die Gesundheitsvorsorge verbessern.
Und letztlich gehörten auch wirtschaftliche Chancengerechtigkeit und gute Arbeitsbedingungen sowie kulturelle Teilhabe dazu, um Städte und ihre Bürgerschaft gesund zu erhalten, so die Oberbürgermeisterin, die zugleich den anwesenden Unternehmern versprach, sie zu unterstützen und Türen zu öffnen, denn die Landeshauptstadt müsse eine Ermöglicherin sein.
Die Botschaftsrätin der Sozialistischen Republik Vietnam freute sich an diesem Abend in Potsdam zu sein und stellte in ihrer Ansprache fest, dass eine Partnerschaft zwischen Potsdam und Vietnam maßgeblich zur Förderung der gesamtdeutschen-vietnamesischen Freundschaft beitrage.
Immerhin hätte Vietnam aktuell ein Wirtschaftswachstum von 8,9% gemessen am Bruttoinlandsprodukt und eine kreative Arbeitnehmerschaft, so dass es sinnvoll erscheine, gerade in der Ausbildung medizinischer Fachkräfte, aber auch in der Medizintechnik und der Biotechnologie zusammen zu arbeiten. Letztlich müsse das Ziel sein, die Lebensqualität in beiden Ländern zu verbessern.
Passend dazu unterschrieben an diesem Abend vier Vereine ein Memorandum, in dem sie erklärten, zukünftig eng zusammen arbeiten zu wollen und ein nachhaltiges Innovationsnetzwerk aufzubauen. Konkret geht es um die Umsetzung von praxisnahen Projekten, die einen positiven Beitrag für beide Länder leisten sollen. Für das Potsdamer Geschäftsnetzwerk unterzeichnete die Vorsitzende Dagmar Pätzold, für den Bundesverband für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft – Global Economic Network e.V., Andreas Hube.
Herr Nguyen Son Thu unterzeichnete als Vertreter des Vietnamesisch-Deutsche Brücke e.V. und Hans-Joachim Radtke in Verantwortung für das Deutsch-Vietnamesische Innovations- und Wirtschaftsforum e.V.
Im Verlauf der Veranstaltung begrüßte, stellvertretend für die Landesregierung, der Brandenburger Wirtschaftsminister, Daniel Keller, die Gäste und stellte fest, dass die Gesundheitswirtschaft zu den treibenden Kräften der wirtschaftlichen Entwicklung Brandenburgs gehöre. Wissenschaft und Wirtschaft seien diesbzgl. gut vernetzt.
In den letzten 35 Jahren hätte sich Brandenburg sehr gut entwickelt. So seien die Zuwachsraten des Bruttoinlandsprodukts, der Produktivität und der Einwohnerzahlen von allen ostdeutschen Bundesländern am höchsten, die Arbeitslosenquote aber am geringsten.
Für den konkreten medizinischen Input war Prof. Dr. med Boris Bigalke verantwortlich. Der Leiter des Deutschen Herzzentrums an der Berliner Charité referierte über das Herz und seine Gesundheit. Viele Faktoren würden die Herzgesundheit belasten. So gäbe es bspw. bzgl. der Lebenserwartung ein Gefälle zwischen Nord und Süd in Deutschland. In den wirtschaftlich stärkeren Gebieten des Südens würden die Menschen älter, die Herz-Kreislauf-Erkrankungen seien geringer. Dies sei ein Beleg dafür, dass sich wirtschaftlicher Erfolg positiv auf die Gesundheit auswirkt.
Abschließend stellten 11 Vertreter aus Gesundheit, Wirtschaft, Kultur und Politik sowie die Oberbürgermeisterin ihr jeweiliges zweiminütiges Statement zur Gesundheit in einem kurzweiligen Pitch vor.
Die Veranstaltung wurde von traditioneller vietnamesischer Musik begleitet, dargeboten auf dem Dan Bau und der Bambusflöte.
Bei anregenden Gesprächen und kulinarischen Kleinigkeiten klang der Abend aus.
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