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"Potsdam Exklusiv" auf Meetingpoint: #10/26: Wir können alles, was kommt. Meisterfeier des Handwerks.

Potsdam Exklusiv
  • Erstellt: 08.03.2026 / 18:01 Uhr von Potsdam Exklusiv
Am Samstagvormittag erhielten 232 Meisterinnen und Meister ihre Meisterbriefe aus der Hand von Robert Wüst, Präsident der Handwerkskammer Potsdam, Daniel Keller, Wirtschaftsminister des Landes Brandenburg und Claudia Pechstein, mehrfacher Olympiasiegerin und Weltmeisterin im Eisschnelllauf. Im vollen Saal des Hans-Otto-Theaters fand die traditionelle Meisterfeier statt, die mehr ist als einfach nur eine Zeugnisübergabe. Sie ist nicht nur für die Absolventen der Meisterschule ein großer emotionaler Moment, sondern auch für ihre im Saal sitzenden Familienangehörigen.

Ebenfalls unter den Gästen Bundes- und Landtagsabgeordnete, Ausbilder und Landesinnungsmeister sowie verschiedenen Angehörigen der Partnerunternehmen und Partnerbanken des Handwerks.

Stand up for the Champions! Im Rhythmus dieses Songs und unter tosendem Applaus marschierten die neuen Meister aus 14 Gewerken über die Bühne des Hans-Otto-Theaters ein. Mit dabei waren in diesem Jahr Augenoptiker, Bäcker, Dachdecker, Elektrotechniker, Friseure, Installateure und Heizungsbauer, Konditoren, Kraftfahrzeugtechniker, Land- und Baumaschinenmechatroniker, Maler und Lackierer, Maurer und Betonbauer, Metallbauer, Schornsteinfeger sowie Tischler.

Die meisten neuen Meister verzeichnet in diesem Jahr mit 37 erfolgreichen Absolventen das Installateur- und Heizungsbauerhandwerk, gefolgt vom Elektrotechniker-Handwerk (30), dem Metallbauer-Handwerk (25), dem Land- und Baumaschinenmechatroniker-Handwerk (23) sowie dem Friseurhandwerk (18). Ihre Meisterausbildung absolvierten sie am Bildungs- und Innovationscampus Handwerk (BIH) der Handwerkskammer Potsdam, der größten Bildungsstätte für das Handwerk im Land Brandenburg.

Sie werden in Zukunft alles können, was kommt. Denn sie sind Meister oder Meisterin ihres jeweiligen Faches. Dieser Slogan aus der neuen Imagekampagne des Deutschen Handwerks „Wir können alles, was kommt“ ist nicht nur ein Slogan, er ist auch ein Versprechen, so Robert Wüst in seiner Begrüßung.

„Ihr Erfolg ist kein Zufall!“, führte Robert Wüst in seiner Begrüßung aus. Der Erfolg sei vielmehr gekennzeichnet durch Können, Durchhaltevermögen, Engagement. „Sie wollen mehr bewegen“, so Wüst weiter, weshalb die neuen Meisterinnen und Meister für Qualität, Innovationsfähigkeit, und dem Anspruch, Verantwortung zu übernehmen, stünden. „Ihr Meisterbrief ist ein Symbol für Exzellenz, der Perspektive verschafft. Das Handwerk und das Land brauchen Sie bei der Gründung, der Übernahme von oder als Führungskraft in Unternehmen“, so Wüst.

Das Handwerk sei aktuell so gefragt wie nie, erklärte der Präsident der Handwerkskammer Potsdam. Deshalb wünsche er sich - schon seit vielen Jahren - mehr Respekt und Wertschätzung für das Handwerk und eine bessere berufliche Orientierung an den Schulen. An die Politik appellierte Wüst, endlich für eine gleichwertige Förderung von Meister- und Studienabschluss zu sorgen.

Daran anschließend gratulierte Brandenburgs Wirtschaftsminister Daniel Keller den frischgebackenen Meistern. Das Handwerk sei das Rückgrat der Wirtschaft im Land Brandenburg, führte Keller aus, denn anders als große Konzerne blieben die Handwerksbetriebe der Region treu, auch wenn die Konjunktur mal nicht so gut laufe. Insofern gäben Handwerksbetriebe der Region Halt und Stabilität. Auch deshalb wolle man in der Landesregierung an der Unterstützung der Absolventen mit einem Meisterbonus festhalten und bei der Förderung des Handwerks keine Einsparungen vornehmen. „Wir setzen die Priorität bei Ihnen“, so Keller.

Die Festrede hielt in diesem Jahr Claudia Pechstein, die als erste und einzige Frau bislang acht mal an Olympischen Spielen teilnahm. Sie gewann bei Olympia fünf mal Gold, je zwei mal Silber und Bronze. Darüber hinaus über 50 Meistertitel. Als erfolgreiche Sportlerin zog sie viele Parallelen zwischen Sport und Handwerk. So brauche es Zeit, um Meister zu werden. „Es ging nie um einen einzigen Sieg. Es ging um Lernen, Siegen, Dranbleiben“, so Pechstein.

Als Meister im Handwerk genauso wie als Meister im Sport brauche es Verantwortung für die eigenen Arbeit, für Qualität und für andere Menschen. Es ginge um Verläßlichkeit und Vertrauen. Am Ende erreiche der sein Ziel, der trainiert, durchhält und immer weiter macht. Denn „Meister wird man nicht an einem Tag, sondern an allen Tagen, an denen man nicht aufgibt“, so Pechstein, die an ihre eigenen Kämpfe für Wahrheit und Gerechtigkeit erinnerte. „Steh ein für das, was Du bist, und steh ein, für das, was Du werden kannst“, gab sie den Meisterinnen und Meistern mit auf den Weg.

Nach der Übergabe der Meisterbriefe und der Auszeichnung von Justus Brandt aus dem Metallbauhandwerk als bester Jungmeister war es an der Reihe von Ralph Bührig, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Potsdam, das Schlußwort zu sprechen. Er erinnerte daran, dass die Handwerkskammer auch in Zukunft den Weg der Meister begleiten wolle - sei es beratend bei Gründung oder Nachfolge oder bei wichtigen Rechts- und Ausbildungsfragen.

Den musikalischen Rahmen des Festakts gestaltete das Duo S & O Vibes: Susan Albers - bekannt aus The Voice - am Piano und ihr Begleiter Oliver am Saxophon. Die Moderation übernahm Juliane Sönnichsen.
Die komplette Bildergalerie gibt es hier: [Klick].


130 Meisterinnen und Meister stammen aus Westbrandenburg. Sie verteilen sich auf die Landkreise wie folgt: Landkreis Prignitz: 5
Landkreis Ostprignitz-Ruppin: 10
Landkreis Oberhavel: 25
Landkreis Havelland: 20
Landkreis Potsdam-Mittelmark: 34
Landkreis Teltow-Fläming: 15
Stadt Brandenburg an der Havel: 7
Stadt Potsdam: 14.

[Potsdam Exklusiv] ist dabei - bei den außergewöhnlichen Shows, den großen Bällen, wichtigen Events, am Tisch interessanter Menschen. Ab sofort gibt es davon auch regelmäßig Einblicke auf Meetingpoint Potsdam - ganz exklusiv.

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