Amazonenartig und zerbrechlich zugleich treten die Darstellerinnen auf und bringen eigene Erfahrungen, Impulse und Emotionen mit. Ausgangspunkt für „Still More“ ist, unter anderem, die tragische Figur der Ophelia in Shakespeares Hamlet. Allerdings bricht Ophelia in der Performance aus dem Hamlet-Narrativ aus. Sie zerreißt ihre Fesseln, zerstört alles, was sie eingeengt hat, um sich zu befreien und zu sich selbst zu finden. Ihr altes Ich auflösen, um sich neu zu erfinden.
Anja Kozik zieht immer wieder Verbindungen zu der Vergangenheit und der Gegenwart und bezieht sich auf bekannte Werke der Literatur und Kunstgeschichte. Ein zentraler Punkt der Bühne ist eine große Tafel, die an das letzte Abendmahl von Leonardo Da Vinci erinnert. Nur dass die Tafel hier neu überschrieben wird, es gibt weder Wein noch Brot, sondern Früchte. Eine neue Zentralperspektive. Früchte als Symbol der Sinnlichkeit, Weiblichkeit, Macht, des Friedens und der Schönheit. Ein ekstatischer Ausbruch.
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