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Mehr Buchfinken, weniger Spatzen

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 30.05.2026 / 17:01 Uhr von hvf
Die Ergebnisse der 22. "Stunde der Gartenvögel" in Brandenburg sind durchwachsen. Beim Buchfink zählten die Teilnehmer 35 Prozent mehr Sichtungen als im Vorjahr, beim Grünfink dagegen ging es sechs Prozent nach unten. Auch bei den Spatzen setzt sich der Negativtrend fort: Der Haussperling, nach wie vor der am häufigsten gemeldete Vogel im Land, verlor zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr, der Feldsperling sechs Prozent.

"Wenn so häufige Arten wie der Haussperling immer weniger gemeldet werden, könnte das ein Alarmsignal für den Zustand der Natur in unseren Siedlungen sein", sagt NABU-Vogelschutzexperte Martin Rümmler. Als Gründe nennt er mangelndes Nahrungsangebot und den Verlust von Lebensraum in den Städten.

Vorsichtig erfreulich sind die Zahlen bei der Amsel. Nachdem sie im vergangenen Jahr durch das Usutu-Virus vielerorts seltener gemeldet wurde, liegt sie nun vier Prozent über dem Vorjahreswert. Ein Lichtblick ist auch die Mönchsgrasmücke, die in Brandenburg 64 Prozent häufiger gezählt wurde. Sie fühlt sich dort wohl, wo Gärten nicht zu aufgeräumt sind.

Insgesamt haben laut NABU-Angaben 2.326 Menschen in Brandenburg mitgemacht und aus rund 1.544 Gärten 51.853 Vögel gemeldet. Die nächste Zählung, die "Stunde der Wintervögel", findet vom 8. bis 10. Januar 2027 statt.

Bilder

NABU-Vogelschutzexperte Martin Rümmler, ©NABU/S. Hennigs
Stunde der Gartenvögel ©NABU/Sebastian Hennigs
Vogelzählung im Tiergarten ©NABU/Sebastian Hennigs
Singendes Amselmännchen ©NABU/Frank Hecker
Haussperling auf Blumentopf ©NABU/Fotonatur
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