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Potsdam drückt auf die Mietenbremse

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 03.06.2026 / 10:01 Uhr von hvf
Die Landeshauptstadt Potsdam und die kommunale Wohnungsgesellschaft ProPotsdam haben ein gemeinsames Wohnungspaket geschnürt. Der Potsdam-Plan 3000+ sieht 14 Maßnahmen vor: eine neue Mietenbremse mit sofortiger Wirkung und mehr als 1.000 zusätzliche Wohnungen bis 2032.

Jede zweite der geplanten Wohnungen soll mit Mietpreis- und Belegungsbindung entstehen, also zu vergünstigten Konditionen für Menschen mit geringem und mittlerem Einkommen. Damit würde die Gesamtzahl der ProPotsdam-Wohnungen auf mehr als 3.000 steigen. Innerhalb der vergangenen 15 Jahre hatte das Unternehmen rund 2.000 Wohnungen errichtet.

Die Mietpreisbremse soll laut der Stadtverwaltung sicherstellen, dass Mietanpassungen für ProPotsdam-Wohnungen deutlich unterhalb des gesetzlichen Korridors bleiben. Zusätzlich stellt die ProPotsdam der Landeshauptstadt jährlich 400 Wohnungen aus ihrem Bestand zur Verfügung, über die die Stadt besonders dringend auf Wohnraum angewiesene Haushalte versorgen kann.

Oberbürgermeisterin Noosha Aubel erklärte, der Plan verbinde Neubau, Bestandssicherung und soziale Stadtentwicklung. ProPotsdam-Geschäftsführer Jörn-Michael Westphal betonte, mit der Vereinbarung habe man die verlässliche Grundlage, um konkrete Angebote für junge Menschen, Familien und Senioren bereitzustellen.

Im Stadtteil Schlaatz soll die ProPotsdam Sanierungen umsetzen und an Beteiligungsformaten zur Entwicklung von ergänzendem Wohnungsneubau mitwirken. Langfristiges Ziel bleibt, dass jede fünfte Wohnung des gesamten Potsdamer Wohnungsbestandes eine ProPotsdam-Wohnung ist.

Die Stadtverordneten entscheiden am 1. Juli 2026 in der Stadtverordnetenversammlung über den Plan.

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