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670 Stunden bis zum Abschluss!

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Stadtgeschehen

Erstellt: 20.01.2021 / 13:50 von eb

22 Handwerker und kaufmännische Mitarbeiter bereiten sich im Ausbildungszentrum der Handwerkskammer Potsdam im Zentrum für Gewerbeförderung in Götz in insgesamt 23 Monaten auf die höchste Fortbildungsprüfung im Handwerk vor - sie wollen Betriebswirt nach der Handwerksordnung werden. Die Klasse arbeitet gewerkeübergreifend, unter ihnen sind u.a. Meister des Kfz-Handwerks, Malermeister, Metallbauermeister, Landmaschinenmechaniker- oder Konditormeister.

In rund 670 Stunden erwerben die Frauen und Männer Kenntnisse zur Optimierung der Arbeitsabläufe in ihren Betrieben, beschäftigen sich mit unternehmensstrategischen Fragen und modernen Techniken der Unternehmensführung.

"Die Aufstiegsfortbildung richtet sich insbesondere an Meisterinnen und Meister bzw. Führungskräfte und leitende Mitarbeiter in Handwerksunternehmen. Unternehmensstrategie, Unternehmensführung, Personalmanagement und Innovationsmanagement stehen auf dem Stundenplan. Neben 14-tägigen Präsenzphasen an an den Wochenenden lernen die Teilnehmer im Selbststudium und digital. Diesen seit 2015 bundeseinheitlichen Fortbildungsabschluss erreichten bei der Handwerkskammer Potsdam bis Ende 2020 bereits 23 Männer und Frauen", erläutert die HWK-Sprecherin Ines Weitermann.

Elektrotechnikermeister Max Spiegler, Geschäftsführer von Kundendienst Adler Hausgeräte Service und Verkauf Kleinmachnow, ist einer der Teilnehmer. Der 32-Jährige, der schon sehr früh unternehmerische Verantwortung übernahm und in die Fußstapfen seiner Großeltern trat, machte zunächst 2012 seinen Meister im Bildungszentrum. Mit dem Betriebswirt will er sich nun das Rüstzeug beschaffen, sein Geschäft für die Zukunft strukturierter aufzustellen: „Wir erleben, dass Wachstum möglich ist. Das wollen wir strategisch und zielgerichtet ausbauen. Dazu haben wir auch einen weiteren Techniker für Haushaltsgeräte eingestellt. Mit dem Betriebswirt in der Tasche schaffe ich für mich eine sichere Basis für das Führen meines Geschäfts. Auch wenn die Fortbildung sehr anspruchsvoll ist, macht sie doch Spaß. Die Handwerkskammer hat uns sehr gute Dozenten zur Seite gestellt,“ zeigt der junge Meister seine Motivation.

Auch für Thomas Hilpert aus Treuenbrietzen, der sich erst vor einem Jahr selbstständig machte, ist der Abschluss zum Betriebswirt nach der Handwerksordnung ein wichtiges Werkzeug, um sein Unternehmen weiter aufbauen zu können. Der Kfz-Technikermeister, der Kfz und Motorräder repariert und verkauft, will nach Corona richtig durchstarten. „Mein Ziel heißt Expansion und damit auch, betriebswirtschaftlich alles richtig zu machen. Auch wenn mir Corona tatsächlich meinen Start und das Geschäft verhagelt hat, gebe ich nicht auf. Ich möchte mindestens drei Mitarbeiter einstellen, neue Filialen eröffnen. Dafür erwerbe ich nun das entsprechende Know-how. Mit dem Betriebswirt satteln wir auf das Meisterwissen auf. Gerade Buchhaltung und Marketing sind für mich von besonderer Bedeutung. Wir sind eine bunt gemischte Truppe, was viele Vorteile bringt. Denn jeder bringt Praxisbeispiele mit, die wir mit unseren wirklich guten Dozenten diskutieren können. Dieser Austausch ist lehrreich und informativ, bringt einen persönlich weiter.“

Spiegler und Hilpert sind laut HWK nur zwei Beispiele, die verdeutlichen, welche Fortbildungsmöglichkeiten und Karrierechancen auf der Basis einer dualen Ausbildung möglich sind und deren Beweggründe zeigen. Finanziell werden die Weiterbildungswilligen über das Aufstiegs-Bafög unterstützt.

Und wo lässt sich die Schulung bildungstechnisch einordnen? Ines Weitermann erklärt: "Die Fortbildung ´Geprüfte/r Betriebswirt/in nach der Handwerksordnung´ steht im Deutschen Qualifikationsrahmen auf der gleichen Stufe des akademischen Mastergrades." Und Robert Wüst als Handwerkskammerpräsident ergänzt: „Das ist leider noch viel zu wenig bekannt. Die Gleichwertigkeit macht deutlich, dass es kein Studium braucht, um das notwendige Fachwissen einer Führungskraft zu erwerben. Aber erst wenn in den Köpfen der Gesellschaft angekommen ist, dass es keines Studiums bedarf, um Karriere zu machen, haben wir zwei gleichberechtigte Berufsbildungswege in Deutschland.“

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Bilder


  • Max Spiegler aus Kleinmachnow / Foto: HWK Potsdam

  • Thomas Hilpert aus Treuenbrietzen / Foto: HWK Potsdam


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