Das Verfahren ist eine Sonderform des Bürgerhaushalts. Welche Vorschläge umgesetzt werden, bestimmen die jungen Werderaner in einer Wahl, die gemeinsam mit allen Schulen der Stadt organisiert wird. Bei den vergangenen Durchgängen gaben laut Angaben der Stadtverwaltung bis zu 1800 Schüler ihre Stimme ab.
Ideen dürfen ausdrücklich auch die jungen Menschen selbst einbringen, nicht nur die Erwachsenen. Dafür gab es in dieser Woche einen Zukunftsworkshop im Jugendclub. 15 Wünsche kamen dort zusammen, darunter Begegnungsbänke, Kletterwände und Pflanzaktionen.
Nach der Ideenphase prüft die Stadt, welche Projekte förderfähig sind. Gefragt sind Investitionen, die die Lebensqualität im öffentlichen Raum steigern, etwa aus den Bereichen Sport, Kultur, Bildung oder Stadtgestaltung. Ein Vorschlag muss dem Allgemeinwohl dienen, sich auf öffentlichen Flächen abspielen und von der Stadt oder einem gemeinnützigen Verein umsetzbar sein.
Aus früheren Jahrgängen sind bereits eine Calisthenics-Anlage, eine Graffitiwand, ein Stadtflohmarkt und ein Suchtaufklärungsprojekt an Schulen hervorgegangen. Auch die Bolzplätze in den Havelauen und auf der Insel wurden so erneuert. Ideen und alle Kriterien gibt es unter [
www.zukunftshaushalt.de].