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Radfahrer gewinnen was Autofahrer verlieren

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 04.07.2026 / 12:01 Uhr von hvf
An der Großbeerenstraße in Potsdam fallen sechs Parkplätze weg, dafür soll das Radfahren dort sicherer werden. Möglich macht das eine Fahrbahnsanierung, mit der die Stadt am 13. Juli beginnt. Betroffen ist ein rund 355 Meter langer Abschnitt zwischen Friesenstraße und Horstweg samt Knotenpunkt Großbeerenstraße/Horstweg. Rund sechs Wochen sind laut Angaben der Landeshauptstadt für die Arbeiten veranschlagt, die Freigabe ist für den 24. August geplant.

Anlass ist der Zustand der Fahrbahn. Deck- und Binderschicht sind porös und rissig und werden auf rund 2.400 Quadratmetern erneuert, um teurere Grundsanierungen später zu vermeiden. Die Gelegenheit nutzt die Stadt für den Radverkehr. Beidseitig kommen Schutzstreifen dazu, an den Parkständen zusätzlich ein Sicherheitsstreifen. Der soll den Abstand zu parkenden Autos vergrößern und sogenannte Dooring-Unfälle mit plötzlich geöffneten Türen seltener machen.

An einigen Stellen ist die Straße dafür zu schmal. Dort entfallen die sechs Parkstände. Die frei werdenden Flächen sollen unter anderem Fahrradabstellanlagen aufnehmen oder werden entsiegelt.

Während der Bauzeit gilt im Baubereich Einbahnverkehr stadteinwärts. Stadtauswärts läuft der Verkehr über die Friedrich-Engels-Straße und die Nuthestraße, auch die Buslinien werden umgeleitet. Über geänderte Haltestellen und Fahrzeiten informieren die Verkehrsbetriebe rechtzeitig. Zwischen Dieselstraße und Horstweg lässt sich die Großbeerenstraße zeitweise nicht queren, am Horstweg stehen nicht immer alle Fußgängerfurten bereit. Anlieger kommen phasenweise nicht auf ihre Grundstücke, Rettungsdienste und Müllabfuhr bleiben gesichert.

Die Baukosten liegen laut Angaben der Stadtverwaltung bei rund 700.000 Euro.

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