Insgesamt 77 Stellungnahmen haben Bürger sowie Behörden im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung zum Bebauungsplanverfahren für den künftigen Universitätscampus auf dem Potsdamer Brauhausberg eingereicht. Bis Mitte der vergangenen Woche waren an zwei Orten in der Landeshauptstadt und im Internet die Ergebnisse des vorausgegangenen städtebaulichen Qualifizierungsverfahrens einsehbar. Diese sind jetzt die Grundlage für die Aufstellung des Bebauungsplans und die Änderung des Flächennutzungsplans für das Areal.
Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke: „Das große Interesse der Bürgerinnen und Bürger zeigt, wie sehr ihnen die Entwicklung der Stadt und des Brauhausberges am Herzen liegt. Und es untermauert die Bedeutung unseres Vorhabens: Wir schaffen in einem deutschlandweit wahrscheinlich einzigartigen Verfahren einen hochmodernen neuen Universitätscampus mitten in unserer Landeshauptstadt.“
Besonders dankte Woidke der Stadt: „Innerhalb von nur einem Jahr hat die Stadt die Grundlagen für den Bebauungsplan geschaffen. Von Anfang an stand dabei Transparenz im Mittelpunkt. Die Verknüpfung von digitaler Beteiligung, effektiven Werkstattverfahren, öffentlichen Ausstellungen und ausführlichen Informationsforen setzt Maßstäbe für die moderne Stadtplanung.“
Oberbürgermeisterin Noosha Aubel unterstrich: „Auch im weiteren Prozess werden wir unter Beweis stellen, dass ein hohes Tempo und eine professionelle, gründliche Planung kein Widerspruch sind. In diesem Projekt liegen große Chancen: Potsdams Wissenschaftslandschaft zukunftsfähig weiterzuentwickeln, das studentische Leben dauerhaft im Herzen der Stadt zu verankern und zugleich eine städtebauliche Aufwertung zu erreichen. Unser Ziel ist ein nachhaltiger und lebendiger Campus, der sich zur Stadt öffnet, in sie ausstrahlt und damit eine Bereicherung für ganz Potsdam wird.“
Die im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange zum Bebauungsplan Nr. 188 „Universitätscampus Brauhausberg“ und zur Änderung des Flächennutzungsplans eingegangenen Stellungnahmen der Bürger, aber auch 36 Hinweise von Behörden, werden jetzt ausgewertet und in die weitere Planung einbezogen. Zeitgleich dazu werden Fachgutachten ausgearbeitet. Dabei geht es unter anderem um die Themen Mobilität und Verkehr, Entwässerung, Artenschutz, Boden und Baugrund, Schall und Luftqualität. Auf Basis der Beteiligung und der Gutachten soll im zweiten Halbjahr 2026 der förmliche Bebauungsplanentwurf erarbeitet werden. Der Beschluss des Bebauungsplans durch die Stadtverordnetenversammlung ist für das kommende Jahr vorgesehen.