Vor dem Werderaner Rathaus in der Eisenbahnstraße weht seit heute die grün-weiße Flagge des Netzwerks "Mayors for Peace". Gehisst wurde sie gemeinsam mit Vertretern mehrerer Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung. Für Werder (Havel) ist es die neunte Teilnahme am internationalen Flaggentag. Der Aktionstag erinnert an die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 und ruft zu weltweiter Abrüstung auf. Das Datum ist dabei kein Zufall. Am 8. Juli 1996 stellte der Internationale Gerichtshof in einem Gutachten fest, dass die Androhung und der Einsatz von Atomwaffen grundsätzlich gegen das Völkerrecht verstoßen. Zugleich sollten Staaten ernsthaft über eine vollständige nukleare Abrüstung unter internationaler Kontrolle verhandeln.
"Gerade in Zeiten globaler Krisen und Konflikte ist es wichtiger denn je, sich klar für Frieden, Dialog und gegenseitigen Respekt einzusetzen. Mit dem Hissen der Flagge machen wir deutlich: Frieden ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine gemeinsame Aufgabe – auch auf kommunaler Ebene", sagt Bürgermeisterin Manuela Saß.
Gegründet wurde das Netzwerk 1982 vom Bürgermeister von Hiroshima. Heute gehören ihm mehr als 8500 Städte und Gemeinden in 166 Ländern an, davon 931 in Deutschland.