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Nachgefragt bei Thomas Block-Deponte, Fotograf

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Typisch Potsdam

Erstellt: 03.10.2017 / 09:03 von at

Heute traf Meetingpoint sich mit Thomas Block-Deponte im Café „Frau Hoffmann“, einen Mann, der aus einer Stimmung heraus und mit dem besonderen Blick fotografiert.
„Hallo Thomas, warum gerade dieses Café?“
„Ich habe dieses Café auch erst vor Kurzem für mich entdeckt. Ich liebe den Geruch von Büchern und ich mag das Gefühl von niedergeschriebenen Gedanken umgeben zu sein, das gibt mir ein gutes Gefühl.“

„Seit wann fotografierst Du?“
„Fotografieren war schon immer meine große Leidenschaft, der ich mal mehr und leider auch weniger nachging. Erst durch ein sehr trauriges Ereignis, wurde ich wachgerüttelt, keine Zeit mehr mit träumen zu verlieren, sondern meinen Traum zu leben. Und hier bin ich…“

„Ich nehme an, Du willst auf dieses Ereignis nicht weiter eingehen. Woher kommt der Name [Blicktiefe]?“
„Danke für Dein Verständnis. Ich habe meinen ganz eigenen Blick und ein Gefühl – wann ich wie den Auslöser betätige. Der Name BlickTiefe spiegelt meine Sicht auf meine Motive wieder und ist eine Art Wortspiel.“

„Wie würdest du deine Art, zu fotografieren beschreiben?“
„Ich möchte nicht in einer Schublade enden, außer vielleicht in einem schönen Schrank, auf dem schwarz/weiß Fotografie steht. Mich reizen die Details – Dinge zu sehen, die immer da sind, nur leider oft übersehen werden. Dabei hilft mir die schwarz / weiß Fotografie, in jedem Motiv das Besondere, zu zeigen – deshalb übrigens auch BlickTiefe.“

„Ok, keine Schublade. Würdest du gerne an deiner Fotografie etwas verändern?“
„Wenn Du mich das so fragst – nein, ich möchte nichts ändern. Doch die Zeit und unsere Erfahrung schärft unseren Blick auf die Dinge und so werden sich auch meine Fotos immer wieder ändern.“

„Warum s/w – unterstützt dies den Fokus auf das Wesentliche?“
„Die Fotografin Carla Sozzani sagte: „Fotos sind für mich schwarz / weiß – Gemälde sind farbig.“ Da mein Fokus auf die Details gerichtet ist, würden mich Farben dabei nur ablenken. Es ist ein reizvolles Spiel zwischen Licht und Schatten, das Besondere in einem Motiv in Szene, zu setzen. Ich fotografiere auch in Farbe, doch mein Schwerpunkt ist tatsächlich die schwarz/weiß Fotografie.“

„Wie kommst du zu den Motiven – Abbild eigener Stimmung sagst du selbst – wie meinst Du das genau?“
„Mein Anspruch ist es, Gedanken, Gefühle oder Stimmungen in Fotos auszudrücken. Häufig habe ich beim Fotografieren meine Kopfhörer auf und höre Police, Element of Crime oder Clueso. So passiert es, dass mich die Motive finden. Was nicht schwer ist, denn meine Stimmung lenkt meinen Blick.“ 

„Wie nimmst du deine Umwelt wahr – speziell Potsdam?“
„Wie schon gesagt, ich sehe Details, die leicht übersehen werden, das wiederum aus meiner Stimmung heraus. Ich entdecke die Welt aus einer anderen Sicht. Nehmen wir das Foto der Treppe in den Römischen Bädern – ein Foto, das ein ganzes Leben widerspiegelt. Potsdam ist mit seinen vielen wunderbaren Ecken eine der schönsten Städte Deutschlands. Ich liebe es, hier zu leben. Manchmal erwische ich mich dabei, wie ich im Stau stehe und grinse.“

„Eher Stillleben – keine Menschen auf deinen Fotos – gibt es da einen Unterschied für dich?“
„Oh ja! Menschen zappeln herum, sind oft eitel und versuchen mir reinzureden. Einem Baum ist es egal, ob und wie ich ihn ablichte. Ernsthaft – ich fotografiere auch gerne Menschen. Menschen im wahren Leben, die sich unbeobachtet fühlen, so dass ich auch hier eine Stimmung einfangen kann. Ich mag die Streetfotografie, doch konzentriere ich mich momentan eher auf die Stimmungsfotografie.“

„Um unbeobachtete Momente einzufangen , hast du deine Ausrüstung immer dabei und benutzt auch mal dein Smartphone? Was sagst du zum Trend, dass heutzutage fast jeder mit dem Handy fotografiert oder dass Spiegelreflexkameras oft zum knipsen verwendet werden? Unterscheidet sich Deine Art von Fotos je nach dem, ob du eine Kamera oder ein Smartphone benutzt?“
„Ich habe immer meine Kamera dabei und mein Handy sowieso. Der Trend ist nicht mehr aufzuhalten, die Anzahl der veröffentlichten Fotos, welche mit dem Smartphone aufgenommen werden, steigt Jahr für Jahr. Dem Foto ist es gleich womit es aufgenommen wird, Hauptsache es gefällt. Einige meiner Aufnahmen, die ich mit dem Handy gemacht habe, hängen in meinen Ausstellungen. Warum auch nicht?! Für mich ist es nicht wichtig, womit ein Foto aufgenommen wurde, Hauptsache es berührt mich. Die Art der Fotografie unterscheidet sich, dass ich mit einer Kamera andere Möglichkeiten habe, doch die Motivwahl ist gleich.“

„Gab es mal ein Foto eines Fotografen, das du gerne gemacht hättest? Welcher Fotograf oder Künstler inspiriert dich – vergleichst du dich mit anderen Künstlern? Gibt es ein Motiv, was du im Kopf hast, aber noch nicht gefunden?“
„Ganz klar - nein. Ich erfreue mich an vielen Fotos, eines davon selbst abzulichten, kam mir noch nie in den Sinn. Jeder Fotograf hat seinen Blick und sieht etwas anderes. Bestes Beispiel ist die Streetfotografie - ich liebe den Blick in andere doch so alltägliche Welten. Vergleichen möchte ich mich nicht, wie gesagt jeder ist anderes, auch in seiner Art der Interpretation.“

„Veröffentlichst du deine Fotos – wo kann man Deine Fotos sehen? Fotos auch bei Fotolia?“
„Oh ja... - in diversen Ausstellung. Auf meiner Internetseite sind nur einige wenige Fotos, denn es ist mir unmöglich meine gesamte Galerie zu zeigen. Es sind zu viele und es kommen immer wieder welche hinzu. Selbst hier sehe ich Momente. Weißt Du, was ich am fotografieren so toll finde? Du kannst in einem Bruchteil einer Sekunde Kunst schaffen, ist das nicht fazinierend? Fotolia ... hmm, du denkst jetzt bestimmt ich bin ein Idealist. Ich sehe einen Unterschied zwischen Kunst und Kommerz. Meine Fotos sind limitiert, es gibt z.B. 5 von einem und danach keine mehr. Ich möchte, dass der Käufer das Gefühl hat, etwas Besonderes zu haben. Es wäre doof, wenn er sein Foto dann bei Fotolia entdecken würde. Die Rechte bleiben also immer bei mir.“

„Welchen Tipp kannst Du Anfängern geben?“
„Hmmm – welchen Tipp? Sich selbst und seinem Stil treu, zu bleiben und die Freude am Fotografieren, nicht zu verlieren ganz gleich was andere sagen.“

„Welches ist Dein eigenes Lieblingsbild?“
„DAS Lieblingsbild gibt es für mich gar nicht. Ich habe viele Fotos, die ich sehr mag, die ich mir immer wieder gerne anschaue oder immer wieder neu entdecke. Es kommen ja auch ständig neue Fotos und somit neue Favoriten dazu. Von daher ist das kaum möglich, zu beantworten.“

„Wenn man beispielsweise in Arztpraxen kommt sieht man oft nichtssagende Plakate, Kalenderbilder oder ähnliches – sind das nicht interessante Ausstellungsflächen?“
„Absolut, es ist schade wie wenig diese Flächen genutzt werden. Es wäre eine Win-Win-Situation, der Künstler kann sich zeigen und die Praxis schmückt sich für Ihre Patienten.Ich denke mit einer interessanten Fotoauswahl kann der Wartende die Zeit vergessen, wenn er sich in den Bildern verliert. Generell möchte ich den Betrachter für einen Moment aus seinem gewohnten Geschehen treten und alles um sich herum vergessen lassen. Jedes meiner Fotos hat einen Namen und spiegelt meinen Gedanken wieder, der beim Auslösen entstand. Manchmal entscheidet der Blickwinkel, welchen Inhalt wir in einem Foto sehen, denn jeder sieht, beeinflusst von seinen Gedanken und Erinnerungen, in einem Foto etwas Anderes. Die Fotografie spiegelt meine Sicht auf unsere Welt, in der wir uns jederzeit verlieren können, wenn wir sie tatsächlich wahrnehmen und es zulassen. Also ideal für ein Wartezimmer. Diese Möglichkeit haben Krankenhäuser und Klinik längst für sich entdeckt.“

„Zum Schluss eine letzte Frage: Was geben Sie unseren Lesern mit auf den Weg?“
„Ich wünsche und gönne jedem die Zeit sich auf (meine) Fotos einzulassen, um für einen Moment der Stille, inne zu halten."

[Thomas Block-Deponte, Website.]

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Bilder


  • Foto: Thomas Block-Deponte

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