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Nowaweser Seidenfabrik: Historische Aufnahmen für das Potsdam Museum

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Stadtgeschehen

Erstellt: 24.03.2020 / 12:39 von at

Mathias Deinert, Vorstandsmitglied des Förderverein des Potsdam-Museums e.V., hat auf einer Auktionsplattform im Internet zufällig drei großformatige, bisher unbekannte Fotoabzüge mit Innenaufnahmen der Nowaweser Seidenfabrik Michels & Cie des Berliner Fotografen Emil Leitner entdeckt und ersteigert. „Für ihr Alter sind sie außerordentlich gut erhalten.“, freut sich der Fördervereinsvorsitzende Markus Wicke.

Die Aufnahmen sollen nach ersten Recherchen kurz nach Fertigstellung des repräsentativen Baus 1912 entstanden sein. Sie sind Teil einer umfangreicheren Fotodokumentation, aus der ganz ähnliche Aufnahmen desselben Urhebers in zeitgenössischen Publikationen veröffentlicht wurden.

„Wir sind wirklich sehr glücklich über diesen Ankauf der Fotografien durch unseren Förderverein“, sagt Judith Granzow, die Betreuerin der Fotografischen Sammlung im Potsdam Museum. „Es gibt leider bisher in unserem Bildarchiv nur sehr wenige Abbildungen der ehemals zahlreichen Industriestandorte in Neuendorf, wo insbesondere die Textilfabrikation eine lange Tradition innehatte.“

Als Zeugnis einer in Vergessenheit geratenen „modernen“ Architektur, bot vor allem der hinter der Repräsentationshalle nur durch eine Glaswand getrennte 2850 Quadratmeter große Webereisaal, in dem an vielen Webstühlen zahllose Räder und Motoren schnurrten und Schiffchen sausten, den Besuchern einen überraschenden und unvergesslichen Anblick.

Zur Historie
Das Berliner Traditionsunternehmen Michels & Cie hatte 1912 seine neue Produktionsstätte in Nowawes günstig gelegen an der Eisenbahnstrecke Berlin-Potsdam errichten lassen. Michels & Cie zählten zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu den führenden Produzenten hochwertiger Seiden-, Samt- und Spitzenartikel. In Berlin firmierte ihr gleichnamiges renommiertes Seidenhaus, eines der bekanntesten Textilkaufhäuser.

Der neue Fabrikstandort der Seidenfabrik in der Nowaweser Kaiser-Wilhelm-Straße 1, an der Stelle der heutigen Märkischen Verlags- und Druck-Gesellschaft in der Friedrich-Engels-Straße, ist wohl vor allem als ehemalige Produktionsstätte der Schallplatten- und Musikinstrumentenfirma Elektrola bekannt, die dort seit 1926 produzierte und weitere Gebäude auf dem Gelände errichtete. Aus dieser Zeit sind auch Bildpostkarten im Museumsbestand erhalten. Zehn Jahre später übernahmen die Arado Flugzeugwerke das Areal. Das unter Michels & Cie entstandene Fabrikgebäude wurde 1945 durch einen Bombenangriff zerstört, lediglich Nebengebäude blieben stehen. Erhalten blieben ebenfalls die nun angekauften seltenen fotografischen Zeugnisse der Fabrik. Sie stammen aus einem Repräsentationsalbum einer Berliner Steinmetzfirma, die wohl die abgelichtete hochwertige Marmorausstattung der Repräsentationshalle ausführte.

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Bilder


  • Innenaufnahmen der Nowaweser Seidenfabrik Michels & Cie des Berliner Fotografen Emil Leitner. Foto: Förderverein des Potsdam-Museums e.V.

  • Innenaufnahmen der Nowaweser Seidenfabrik Michels & Cie des Berliner Fotografen Emil Leitner. Foto: Förderverein des Potsdam-Museums e.V.

  • Innenaufnahmen der Nowaweser Seidenfabrik Michels & Cie des Berliner Fotografen Emil Leitner. Foto: Förderverein des Potsdam-Museums e.V.


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