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OB-Kandidat Mike Schubert im Quick-Check von A bis Z

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Stadtgeschehen

Erstellt: 01.09.2018 / 15:57 von at

Meetingpoint hat die Kandidaten der Oberbürgermeisterwahl am 23. September zu Potsdamer Themen befragt. In einem Quick-Check von A bis Z galt es Antworten auf Fragen zu geben, die Potsdamer interessieren. Heute die Antworten von SPD-Kandidat Mike Schubert.

Bezahlbare Mieten
Die Sorge um steigende Mieten beschäftigt viele Potsdamerinnen und Potsdamer seit Jahren. Wir brauchen nicht nur mehr Wohnungen, sie müssen auch bezahlbar sein. Gleichzeitig müssen wir Kitas, Schulen, Sport-, Kultur- und Freizeitangebote, Verkehrswege, den öffentlichen Nahverkehr und Sportflächen rechtzeitig planen, zügig bauen und dabei auf ausreichend Freiflächen achten.

Ich werde 30 Prozent sozialen Wohnungsbau bei Neubauten vorschreiben. Die Mietpreisbremse wird verstärkt: Unsere städtische Wohnungsbaugesellschaft ProPotsdam (über 17.000 Mietwohnungen) soll statt 11 nur noch maximal acht Prozent der Modernisierungskosten auf die Mieten umlegen dürfen. Private Bauinvestoren werde ich in die Pflicht nehmen, ihren Anteil zu leisten. Wer von der Attraktivität Potsdams profitiert, muss dazu beitragen, dass die Stadt für alle bezahlbar bleibt. Die Investoren sind deshalb an den Kosten für soziales Wohnen, für Kitas, Schulen und Spielplätze zu beteiligen. Städtische Flächen werde ich zukünftig nicht mehr ohne Bedingungen verkaufen. Den Vorrang beim Wohnraum-Neubau bekommen die städtische Gesellschaft ProPotsdam und die Genossenschaften, Konzeptvergaben sind zu bevorzugen.

Als Oberbürgermeister werde ich:
- die Quote für sozialen Wohnungsbau bei allen Neubauprojekten für private und kommunale Unternehmen von 20 auf 30 Prozent erhöhen.
- die Investoren an den Kosten für die Infrastruktur (Kitas, Schulen, Begegnungsorte) beteiligen. Denn wer von der Attraktivität der Stadt profitiert, muss auch dabei helfen, dass unser Potsdam für alle bezahlbar und lebenswert bleibt.
- Kitas, Schulen, Sportplätze, Kultur- und Freizeitangebote, Verkehrswege und ÖPNV ebenso schnell ausbauen, wie den Wohnraum.
- die Mietpreisbremse verstärken und die ProPotsdam anweisen, nur noch höchstens acht Prozent statt bisher elf Prozent der Modernisierungskosten auf die Mieten umzulegen.
- städtische Flächen nicht mehr ohne Bedingungen verkaufen und Konzeptvergaben bevorzugen.
- der städtischen ProPotsdam und den Genossenschaften Vorrang bei der Flächenvergabe für Wohnraum geben.
- das Land Brandenburg stärker in die Pflicht nehmen. Die gesamte Stadt muss zum Fördergebiet für öffentlich-geförderten Wohnraum werden, um eine Durchmischung der Stadtteile mit unterschiedlichen Wohngebieten zu ermöglichen.
- den Fokus auf die Entwicklung und Stärkung von lebenswerten und sicheren Stadt- und Ortsteilen mit einer guten, wohnortnahen Infrastruktur legen.
- der städtischen ProPotsdam und den Genossenschaften an ihre Grundstücke angrenzende städtische Rand- und Splitterflächen kostenlos übertragen, wenn sie für sozialen Wohnungsbau genutzt werden.

Bürgerbeteiligung
Der Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern ist unabdingbar für die zukünftige Gestaltung unserer Stadt. Deshalb will ich regelmäßige Bürgersprechstunden und wohnortnahe Bürgerversammlungen etablieren, damit Diskussionen über Grundsatzfragen der Stadtentwicklung und daraus resultierende Entscheidungen möglichst bürgernah entwickelt werden können.

Digitalisierung
Die Digitalisierung der Verwaltungsprozesse gehört in den kommenden Jahren zu eine der größten Herausforderungen, denn in diesem Bereich haben wir Nachholbedarf. Ich möchte Kooperationen mit der Universität Potsdam und den Forschungseinrichtungen einrichten, um die Modernisierung und Digitalisierung im Bereich der Verwaltung voranzutreiben. Dazu könnten beispielsweise die Expertise des Hasso-Plattner-Instituts genutzt werden. Durch eine Verbindung zwischen Theorie und Praxis soll die Stadt zu einem Vorzeigebeispiel für die Verwaltung der Zukunft werden.

Ehrenamt
Ohne die Leidenschaft der vielen Menschen in Potsdam sich ehrenamtlich zu engagieren, wäre ein so breites Angebot in den Bereichen Katastrophenschutz, Sport, Bildung, Kultur, Integration und Toleranz sowie dem Natur- und Umweltschutz nicht möglich. Genau dieses Engagement muss gestärkt werden. Daher möchte ich auf dem Ehrenamtskonzept, dessen Rahmenbedingungen im Herbst präsentiert werden, aufbauen, um den vielen ehrenamtlichen Helfern die Wertschätzung zukommen zu lassen, die sie tagtäglich einnehmen.

Einzelhandel
Der Einzelhandel gehört zu den tragenden Säulen der Stadt Potsdam. Er prägt das Stadtbild und stellt einen wichtigen Wirtschaftszweig des Potsdamer Gewerbes dar. Mit den Veränderungen um den Alten Markt entsteht neben der Brandenburger Straße in den kommenden Jahren ein ganz besonderer Ausgangspunkt für die Bürgerinnen und Bürger sowie die Touristen, welcher städtebaulich mit der Friedrich-Ebert-Straße und der Brandenburger Straße verbunden werden muss. Hier entstehen Chancen und Möglichkeiten für den Einzelhandel sich in den kommenden Jahren weiterzuentwickeln.

Garnisonkirche
Über den Neubau des Kirchturmes wurde lang und hart diskutiert. Ich möchte dafür sorgen, dass an diesem Ort unmissverständlich deutlich gemacht wird, dass wir aus der wechselhaften Geschichte gelernt haben. Mit diesen Gesprächen würde ich gerne 2018 noch beginnen, um dann für das Jahr 2020, in dem sich das Ende des 2. Weltkrieges und die Bombardierung von Potsdam zum 75. Mal jährt, eine gemeinsame Form des Gedenkens und Erinnerns schaffen.

Innenstadt
Es muss eine Verbindung zwischen dem Altmarkt und dem Neumarkt geschaffen werden, die sich durch ein Vielfältiges Angebot an Kultur- und Kneipenlandschaft sowie dem Einzelhandel auszeichnet.

Integration
Integration ist ein langer und kontinuierlicher Prozess und betrifft alle Menschen, die in Potsdam leben. Die Neuankommenden begegnen den bereits hier Lebenden und gestalten das Leben im Alltag, im Wohnumfeld oder am Arbeitsplatz gemeinsam. Vor Ort, in der Kommune. Das Integrationskonzept der Stadt kann nur ein Rahmen sein, Integration lebt von den Menschen, die agieren.

Kleingärten
Ich bin ein Kleingartenkind. Meine Eltern bewirtschaften ihren noch heute. Da bin ich groß geworden, im Sommer war es das zweite Zuhause der Familie Schubert. Wir haben Obst und Gemüse zur Selbstversorgung angebaut. Heute haben meine Frau und ich einen kleinen Hausgarten, mit Obstbäumchen und Sträuchern zum Naschen. Deshalb ist unser Kleingartenkonzept der Stadt Potsdam überaus wichtig. Hier haben wir vor Jahren festgelegt, dass wir die Sparten schützen wollen, weil sie in unsere Stadt gehören. Es wird jetzt überarbeitet. Am Credo wird dabei nicht gerüttelt. Denn auch die Nachfrage durch junge Leute zeigt, dass sie nicht aus der Mode geraten oder überflüssig sind.

Kitas & Schulen
Für ausreichend Kita- und Schulplätze zu sorgen, hat für mich oberste Priorität. Denn das ist die Grundlage für eine familienfreundliche Stadt. Und ich will, dass es nicht nur rechtzeitig einen Platz gibt, sondern dieser für Kita- und Grundschulkinder auch im Wohnumfeld liegt.

Konsequent sollen Schulen, Schulsportplätze und Schulhöfe in ihrer Nutzung als Begegnungsort im Stadtteil erweitert werden. Das Wachstum der Stadt und das der sozialen Infrastruktur müssen in Einklang zueinanderstehen. In den vergangenen Monaten wurde viel erreicht.

Die Gebühren für Kitas sind zum neuen Kita-Jahr deutlich gesunken. Das letzte Kita-Jahr ist beitragsfrei, wie vom Landtag beschlossen. Längere Betreuungszeiten werden freiwillig durch die Stadt mit zusätzlichen Personalkosten von 4,5 Millionen Euro jährlich finanziert.

Und ich stehe zu meiner Aussage: Es wird Rückzahlungen für zu viel gezahlte Beiträge an die Familien geben, freiwillig und nicht nach jahrelangem Rechtsstreit!

Als Oberbürgermeister werde ich:
- gezielt für mehr wohnortnahe Kitas und Schulen sorgen, um lange Verkehrswege zu vermeiden.
- den Ausbau von Kitas und Schulen durch ein gemeinsames Investitionsprogramm von Trägern und Stadt weiter beschleunigen, um den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz jederzeit erfüllen zu können.
- eigene städtische Kitas betreiben, um das Angebot zu erweitern.
- ein Kita-Portal zur besseren und transparenteren Vermittlung der Plätze starten.
- das Jugendamt auf die stetig wachsende Zahl von Kindern in Potsdam weiter neu ausrichten.
- die Betreuungsqualität verbessern.
- die Fachbereiche Schule und Jugendhilfe in einem Geschäftsbereich zusammenfassen, damit die Abstimmung enger erfolgen kann.
- durch die Schaffung eines fachübergreifenden Planungsbüros eine integrierte Kita-, Schul- und Hortplanung verwirklichen, damit die Bedarfe besser aufeinander abgestimmt werden.
- Bauzeiten für Schulen verkürzen und dabei auf Typen-Bauweise statt Container-Übergangslösungen setzen.

Krampnitz
Das Forum Krampnitz ist eine erste konkrete Form der Bürgerbeteiligung. Die Bürgerinnen oder Bürger sollen ausdrücklich an der Gestaltung des Stadtteils teilnehmen, noch bevor sie dort einziehen. Ein soziales Leben in Vielfalt und alle Möglichkeiten, die das Entwicklungsrecht bietet, sind erklärte Ziele für Krampnitz, das ist mir wichtig.

Lebensgefühl
Das Lebensgefühl in Potsdam wird vom Grün in der Stadt, von den Schlössern und Gärten, aber auch durch die Hilfsbereitschaft und den Zusammenhalt der Potsdamerinnen und Potsdamer stark geprägt. Das muss auch in Zukunft so bleiben. Lebenswerte Orts- und Stadtteile zeichnen sich durch wohnortnahe Angebote vom Jugendclub bis zum Seniorentreff, von Sport- und Kulturangeboten aus. Das stärkt die Identifikation mit dem eigenen Stadtteil und vermeidet auch Wege. Deshalb möchte ich auf die Stadt- und Ortsteile bezogen die Angebote erheben, mit den Bedürfnissen der Bewohnenden und den Möglichkeiten abgleichen. Das Ergebnis soll in konkrete Entwicklungspläne für die Stadtteile münden.

Minsk
Die Diskussionen um das gesamte Areal sind aktuell stark geldzentriert. Die Stadtwerke verkaufen dieses zum Höchstpreis und nicht nach Konzept. Immerhin geht es beim Minsk und dem umliegenden Gelände des Brauhausberges um den Eingangsbereich zur Stadt, und wir wissen nicht wirklich, wie die Entwürfe dafür aussehen und was für ein Quartier das wird. Wenn die Stadtverordneten entscheiden sollten im September, dass das Minsk stehen bleibt, dann nur mit einer öffentlichen Nutzung. Wenn nicht, ist eine Festschreibung von einer Sozialwohnungsquote für den Berg das Mindeste.

Natur- und Klimaschutz
Der Druck auf dem Potsdamer Wohnungsmarkt geht einher mit großem Druck auf die Verwendung vorhandener Flächen in der Stadt. Mir ist wichtig, dass wir nicht jede Freifläche bebauen. Potsdam definiert sich unter anderem durch die Verbindung zwischen Stadt, Kultur und das Erlebnis der Natur. Das muss auch in Zukunft so bleiben. Die Diskussion über Schadstoffe in der Luft, infolge des zunehmenden Autoverkehrs, hat uns eindrücklich vor Augen geführt: Alle Zielstellungen und Abkommen zum Klimaschutz nützen nur wenig, wenn sie nicht vor Ort mit Leben erfüllt werden und ein starkes Engagement für den Schutz der Natur und des Klimas wächst. Der Potsdamer Masterplan für 100 Prozent Klimaschutz ist daher der richtige Weg.

ÖPNV
Wir brauchen einen kostengünstigen und schnellen öffentlichen Nahverkehr, den Ausbau des Tramnetzes in die Ortsteile und die bessere Anbindung des Zubringerverkehrs zu Ortsteil-Bahnhöfen. Ebenso müssen wir über die Grenzen von Potsdam hinausdenken. Das bedeutet, dass ich gemeinsam mit den Gemeinden Potsdam-Mittelmark und der Stadt Brandenburg an der Havel ein gemeinsames Regionalverkehrskonzept erarbeiten will.

Als Oberbürgermeister werde ich:
- schon in der Planung auf Verkehrsvermeidung setzen, zum Beispiel durch kurze Wege zu Kita und Schule.
- den öffentlichen Personennahverkehr (Tram, Bus, Bahn) ausbauen und ihn schneller und kostengünstiger machen.
- über die Einführung eines 365-Euro-ÖPNV-Jahrestickets für Busse, Trams und Bahnen mit dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) verhandeln.
- Verbesserungen in den Randzeiten als Ergänzung des Linienverkehrs, wie zum Beispiel durch Rufbusse, umsetzen. Als Grundlage soll eine Bedarfserhebung der ÖPNV-Nutzer dienen.
- das Tramnetz konsequent in die Ortsteile erweitern.
- für eine bessere Anbindung des Zubringerverkehrs zu den Ortsteil-Bahnhöfen sorgen.
- ein gemeinsames Regionalverkehrskonzept mit den Gemeinden in Potsdam-Mittelmark, sowie der Stadt Brandenburg an der Havel, schaffen.
- die Radwege ausbauen und die Sicherheit erhöhen und ein Radverkehrs-Konzept im Bürgerdialog entwickeln.
- die Straßen vom LKW-Verkehr entlasten, z.B. mit Durchfahrt-Verboten für LKW (außer Lieferverkehr), die Potsdam als mautfreie oder kürzere Strecke nutzen.
- das Baustellenmanagement durch neue Software verbessern, sowie die Informationen über Bauvorhaben mit einer Mobilitäts-App und über Social-Media-Angebote schneller bereitstellen.

Parkeintritt
Bevor die Erneuerung der Vereinbarungen mit der Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg bis 2023 verlängert wurde, fand eine Befragung über die mögliche Erhebung eines Parkeintrittes statt. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger gegen einen Parkeintritt ausspricht. Und hinter diesem Befragungsergebnis stehe ich.

Quartiere
In den vergangenen 20 Jahren hat sich Potsdam mit seiner Stadtmitte beschäftigt. Aber für die meisten Potsdamerinnen und Potsdamer steht inzwischen die Weiterentwicklung ihres direkten Wohnumfeldes im Mittelpunkt. Ich werde deshalb den Fokus auf lebenswerte und sichere Stadt- und Ortsteile mit einer guten und wohnortnahen Infrastruktur legen. Ich will unsere Quartiere stärken, denn dort fängt der soziale Zusammenhalt an. Lange Zeit wurde die Aufgabe der Kommunen für ein sicheres Zusammenleben der Bewohnerinnen und Bewohner unterschätzt. Sauberkeit und Sicherheit sind Voraussetzung für lebenswerte Stadt- und Ortsteile.

Rechenzentrum
Der zukünftige Standort soll durch eine städtebaulich aufeinander abgestimmte Mischung aus Kunst- und Kreativwirtschaft, Gastronomie und Wohnen geprägt werden, auf 20.000 m² Bruttogeschossfläche, davon mindestens 10.000 m² für die Kreativen. Es wird eine gemeinwohlorientierte Immobilienentwicklung geben, zum Beispiel mit einer Stiftung. Außerdem soll eine Rechtsform gefunden werden, die die dauerhafte Sicherung des Standortes für die Kunst- und Kreativwirtschaft garantiert. Alle Details kann man im Beschluss zum KREATIV QUARTIER³ nachlesen. Die Stiftung Garnisonkirche hat daraufhin der Nutzungsverlängerung für das Rechenzentrum um 5 Jahre zugestimmt.

Sicherheit & Ordnung
Die Potsdamerinnen und Potsdamer und die Gäste der Stadt können darauf vertrauen, dass ihre Sicherheit in der Stadt gewährleistet ist. In der wachsenden Stadt müssen auch die Sicherheitsstrukturen angepasst werden, um jederzeit schnell helfen zu können. Das bedeutet, in Standorte, Technik und Personal bei Feuerwehr, Rettungsdienst und Ordnungsbehörde zu investieren. Das Ehrenamt bleibt auch in Zukunft das Rückgrat im Brand- und Katastrophenschutz. Ohne die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer wäre auch in Potsdam der Schutz der Bevölkerung vor Feuer und Naturkatastrophen nicht aufrechtzuerhalten. Ich will eine Kultur der Wertschätzung pflegen, um dieses Engagement zu erhalten.

Sport
Ein ganz wichtiger Teil von Freizeit ist für mich der Vereinssport. Tausende Potsdamerinnen und Potsdamer treiben so Sport, hunderte ehrenamtliche Trainerinnen und Trainer engagieren sich in ihrer Freizeit und mit viel Herzblut. Die kostenfreie Sportstättennutzung für Vereine will ich deswegen als zentrales Element der Sportförderung erhalten. Das fördert die Arbeit vom Kinder- und Jugendbereich bis hin zum Seniorinnensport.

Toleranz
Ich gehöre zu einer Generation, in der die meisten Krieg, Vertreibung, rechte, nationale Parolen und Parteien nur aus den Geschichten ihrer Großeltern kannten. Und doch sind diese Eindrücke in den vergangenen Jahren wieder an uns herangerückt. Als Soldat habe ich im Kosovo-Einsatz täglich gesehen, wohin Hass ein Land bringen kann und wie wichtig es ist, denen, die unter diesen Konflikten leiden, Schutz zu gewähren. Diese Eindrücke haben mich nachhaltig geprägt und mein Handeln 2015 bei der Schaffung von Unterkünften für Geflüchtete und auch bei der Suche nach Gebetsräumen für die Potsdamer Muslime beeinflusst. Denn ich habe auf dem Balkan an zerstörten Kirchen und Moscheen auch gesehen, wohin religiöse Intoleranz führt. Ich werde als Oberbürgermeister dafür eintreten, dass sich die Menschen in unserer Stadt mit Respekt und Toleranz begegnen und Parolen, die Zwietracht gegen andere Menschen säen, weil diese anders aussehen, anders ieben oder glauben in Potsdam keinen Platz haben. Potsdam ist eine Stadt mit Erinnerungskultur.

Ur-Potsdamer
Potsdam ist mein Zuhause. Hier bin ich groß geworden. In Zentrum Ost bin ich in den Kindergarten gegangen und dann auf die Polytechnische Oberschule 38, die heutige Peter-Joseph-Lenné-Schule. Seit 20 Jahren bin ich nunmehr in der Potsdamer Kommunalpolitik tätig - erst als Stadtverordneter, dann als Fraktionsvorsitzender der SPD und heute als Beigeordneter. Potsdam hat sich zu einer großartigen Stadt entwickelt – und ich durfte diese Entwicklung mitgestalten.

Verkehr
Unsere Straßen vertragen nicht noch mehr Verkehr. Wenn, wie erwartet, weitere 30.000 Menschen nach Potsdam ziehen, bedeutet das auch rund 12.500 weitere Autos. Dem kann nur mit einem Paket an Maßnahmen begegnet werden. Dazu zähle ich unter anderem das Thema Verkehrsvermeidung durch kurze Wege zu Kitas, Schulen und Sportplätzen. Des Weiteren wir es beim Ausbau darum gehen, ausgewogen zu priorisieren und das Verkehrswegenetz fortzuentwickeln. Das Ziel, die Schere zu schließen, reiht sich dementsprechend in weitere Finanzierungsbedarfe für Fuß- und Radwege sowie den Ausbau des ÖPNV ein.

Verwaltung
Die Stadt braucht ausreichend gut ausgebildetes und motiviertes Personal, um alle Aufgaben zeitnah und qualitativ hochwertig erfüllen zu können. Potsdams Verwaltung steht vor einem Generationenwechsel. Ohne sie wäre die herausragende Entwicklung der Stadt nicht möglich gewesen. Wir müssen die Übergänge so gestalten, dass wir das große Erfahrungswissen sichern und mit neuen modernen Arbeitsformen verbinden. Eine Verwaltungsstruktur und -kultur, die sich nach den Zukunftsaufgaben der Stadtpolitik und nicht nach Politikfeldern organisiert, soll die Möglichkeiten der Verwaltung optimaler nutzen. Dazu gehört ebenfalls die Digitalisierung der Verwaltungsprozesse die in den kommenden Jahren eine der zentralen Herausforderungen darstellen wird. In diesem Bereich haben wir großen Nachholbedarf und den werde ich angehen.

Wachstum
Potsdam hat sich in den vergangenen Jahren sehr gut entwickelt. Unsere Stadt ist beliebt und viele Menschen möchten bei uns leben und arbeiten. Das ist ein Glück und zugleich unsere größte Herausforderung. In den vergangenen Monaten haben mir Menschen in unzähligen Gesprächen immer wieder ihre Sorge darüber geäußert, in welchem Tempo das passiert.

Ich bin davon überzeugt, dass das Wachstum umsichtig, sozial und mit Augenmaß gestaltet werden muss. Nur so kann Potsdam der Ort bleiben, den wir lieben und für unsere Kinder und Enkel bewahren und entwickeln wollen. Das Besondere an Potsdam kann nur erhalten werden, wenn nicht jeder Freiraum, jede Grünfläche zugebaut wird.

Ich will einen Wachstumskonsens in der Stadt erreichen. Denn wir müssen uns bewusstmachen, welche Hypothek wir materiell, aber auch umwelt- und kulturpolitisch künftigen Generationen hinterlassen. Ich will, dass Potsdam seinen besonderen Charme nicht verliert. Dabei werde ich dafür sorgen, dass wir Potsdamerinnen und Potsdamer das Tempo des Wachstums bestimmen und nicht die Investoren.

Als Oberbürgermeister werde ich:
- Potsdams Wachstum behutsam und sozial verträglich gestalten.
- dafür sorgen, dass wir Potsdamerinnen und Potsdamer das Tempo des Wachstums bestimmen und nicht die Investoren.
- gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern, den Wissenschaftseinrichtungen und Unternehmen, ein Stadtentwicklungskonzept „Potsdam 2030“ erarbeiten.
- Grünflächen und Freiräume erhalten, weil eine Stadt mehr ist als nur Wohnraum.
- mit aller Kraft für den sozialen Zusammenhalt in unserer Stadt arbeiten.

Y(J)oker–Frage - 365-Euro Ticket
Ich möchte mit den Umlandgemeinden und dem Verkehrsbunde Berlin-Brandenburg über die Einführung des 365-Euro-Jahres-Tickets, nach dem Vorbild Wiens, verhandeln, denn ein guter ÖPNV zeichnet sich nicht nur durch moderne Busse aus, er muss auch für alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt erschwinglich sein. Dieses Ticket kann zu einer starken Verkehrsentlastung beitragen. Ich werde mit den Umlandgemeinden über die Einführung eines 365-Euro-ÖPNV-Jahrestickets mit dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) verhandeln.

Tag X – die erste Amtshandlung als neuer Bürgermeister
In meinem Zukunftsprogramm führe ich in 14 Kapiteln insgesamt 90 Punkte an, die ich als künftiger Oberbürgermeister von Potsdam angehen möchte. Um mit dieser Arbeit beginnen zu können, müssen mir die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt zuvor erst einmal am Wahltag ihr Vertrauen schenken.

Mehr Informationen zum Programm des Kandidaten findet man auf [Mike Schubert].

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